Kino-Review: Der Hobbit – Eine unerwartete Reise (3D)

Regie: Peter Jackson

Darsteller: Martin Freeman, Ian McKellen, Ian Holm, Elijah Wood, Richard Armitage, Ken Stott, Graham McTavish, John Callen, Peter Hambleton, Aidan Turner, Dean O’Gorman, Mark Hadlow, Jed Brophy, Adam Brown, William Kircher, James Nesbitt, Stephen Hunter, Andy Serkis, Sylvester McCoy, Christopher Lee, Cate Blanchett, Hugo Weaving

Laufzeit: 169 Minuten

Kinostart in Deutschland: 13. Dezember 2012

FSK: ab 12 Jahren


In einem Loch im Boden, da lebte ein Hobbit. Nicht in einem feuchten, schmutzigen Loch, wo es nach Moder riecht und Wurmzipfel von den Wänden herabhängen, und auch nicht in einer trockenen, kahlen Sandgrube ohne Tische und Stühle, wo man sich zum Essen hinsetzen könnte: nein, das Loch war eine Hobbithöhle, und das heißt, es war sehr komfortabel.”
Als J.R.R. Tolkien mit diesen Worten 1937 seinen Roman “The Hobbit” veröffentlichte, hat vermutlich nicht einmal er selbst erahnen können, dass er damit einmal eine der bekanntesten Fantasywelten und die Grundlage für eins der größten und erfolgreichsten Filmfranchises erschaffen würde. “Der Hobbit” wurde zu einem Bestseller und genau wie sein Nachfolger “Der Herr der Ringe” letztlich zu einem Klassiker der Jugendliteratur. Auf Grund der detailliert ausgeschmückten Welt und den vielen unterschiedlichen Kreaturen u.v.m. galten beide Geschichten lange Zeit als unverfilmbar – zwar hatte sich Ralph Bakshi schon 1978 an einer Zeichentrickverfilmung des “Herrn der Ringe” versucht, diese umfasst aber nur die Bände “Die Gefährten” und (teilweise) “Die zwei Türme”; zu einer ursprünglich geplanten Fortsetzung durch Bakshi selbst kam es nicht mehr. Erst Ende der 1990er konnte sich Peter Jackson mit seiner Idee einer Realverfilmung aller drei Bände durchsetzen – und schuf damit die erfolgreichste Filmtrilogie der Welt. Ein Einspielergebnis von knapp 3 Milliarden Dollar an den Kinos, 17 Oscars bei 30 Nominierungen – keine andere Filmtrilogie kann mit solchen Zahlen aufwarten. Kein Wunder also, dass man es später Jackson auch zutraute, den Hobbit zu realisieren. Zunächst sollte Guillermo del Toro die Regie übernehmen, doch letztlich wurde Jackson, der eigentlich nur als Ausführender Produzent in Erscheinung treten wollte, übernahm letztlich die Regie, nachdem del Toro aus dem Projekt ausstieg. Und nach langen juristischen Streitereien, Streiks und anderen Terminverzögerungen wurde der Hobbit im Dezember 2012 endlich auf die von seinen Fans lange erwartete Reise geschickt…

Zur Handlung:
Die Geschichte beginnt am Tag von Bilbo Beutlins (Holm) 111. Geburtstag (siehe Der Herr der Ringe – Die Gefährten), als Bilbo vor Beginn der großen Feierlichkeiten beginnt, die Geschichte seiner früheren Reise zu schreiben…
Es ist knappe 60 Jahre her, seit der junge Bilbo (Freeman) Besuch vom Zauberer Gandalf (McKellen) bekommen hat. Bilbo, der in seiner Jugend zwar als abenteuerlustig galt, inzwischen aber in Beutelsend sesshaft geworden ist, wird nach einigen Diskussionen überzeugt, sich der Gruppe zwergischer Abenteurer um Thorin Eichenschild (Armitage) anzuschließen, die auf dem Weg zum Einsamen Berg sind. Auf Anraten Gandalfs soll Bilbo die Zwerge als Meisterdieb begleiten, um sich in die Kammer des Drachen Smaug (Benedict Cumberbatch) zu schleichen und den Drachen letztlich zu vertreiben, doch sowohl die Zwerge als auch Bilbo selbst bezweifeln die Fähigkeiten des Hobbits; Thorin steht dem Hobbit sogar ablehnend gegenüber und bezeichnet ihn mehrmals als Last. Nichtsdestotrotz macht sich die Gruppe auf die Reise, und nach kurzem gelingt es Bilbo, sich mit Balin (Stott), Dwalin (McTavish), Kili (Turner) und Fili (O’Gorman) anzufreunden.
Die Reise verläuft weitestgehend ereignislos, bis sie auf einen verlassenen und zerstörten Bauernhof treffen. Dort verschwinden nicht nur einige ihrer Ponies; als Fili und Kili Bilbo zu einer Feuerstelle schicken, trifft Bilbo dort auf die drei Trolle Bill (Hambleton), Tom (Hadlow) und Bert (Kircher). Beim Versuch, die Ponies zu befreien, wird Bilbo erwischt. Zwar versuchen die Zwerge, ihn zu retten, können sich aber nicht gegen die größeren und stärkeren Trolle durchsetzen und werden ebenfalls gefangengenommen. Daraufhin beschließen die Trolle, Bilbo und die Zwerge zu fressen; da sie sich jedoch nicht einigen können, wie man die Zwerge am besten zubereiten soll, kann Bilbo etwas Zeit schinden, bis Gandalf mit Hilfe der aufgehenden Sonne, die die Trolle zu Stein erstarren lassen, die Gruppe retten kann. In der Höhe der Trolle findet die Gruppe außer Gold auch die Elbenschwerter Orcrist und Glamdring, die Thorin und Gandalf zu ihren Waffen machen, sowie ein langes Messer, das an Bilbo übergeben wird.
In der Zwischenzeit bemerkt der Zauberer Radagast der Braune (McCoy) merkwürdige Dinge im Düsterwald: Tiere verenden qualvoll, überall gibt es riesige Spinnennetze, und von der Festungsruine Dol Guldur scheint eine finstere Macht auszugehen. Als Radagast Dol Guldur untersuchen will, begegnet er einem Nekromanten (Cumberbatch) sowie dem Hexenkönig von Angmar, der Radagast mit einer Morgulklinge angreifen will. Der Zauberer kann dem Angriff jedoch entkommen und flieht geradewegs zu Gandalf, dem er die Klinge übergibt. Anschließend hilft er der Gruppe bei der Flucht vor den angreifenden Orkscharen Azogs (Manu Bennett), einem alten Feind von Thorin.
Die Flucht der Gruppe führt sie schließlich nach Bruchtal, wo ihnen Elrond Unterkunft gewährt und Thorin dabei hilft, eine Karte, die Thron von seinem Vater geerbt hat, zu entschlüsseln. Während sich Bilbo und die Zwerge von den Strapazen der Reise erholen, halten Elrond, Gandalf, Galadriel (Blanchett) und Saruman (Lee) gemeinsam Rat ab. Gandalf schlägt vor, etwas gegen den Nekromanten zu unternehmen, doch Saruman zweifelt an der Faktenlage und kritisiert Gandalf offen für den geplanten Angriff auf Smaug. Galadriel unterstützt Gandalf jedoch, der diesen Rat auch als Ablenkung für Elrond und Saruman nutzt, da die Gruppe in derselben Nacht aus Bruchtal aufbricht.
Im Nebelgebirge übersteht die Gruppe nur knapp den Kampf der Steinriesen und lässt sich dann in einer Höhle nieder. Bilbo, der von Thorins Abneigung ziemlich verletzt ist, will dann die Gruppe verlassen und ins Auenland zurückkehren, doch in diesem Moment öffnet sich ein Spalt im Boden, und die gesamte Gruppe wird von Orks gefangengenommen. Frodo schafft es jedoch nach kurzer Zeit, aus dem Gewahrsam der Orks zu verschwinden, stürzt jedoch zusammen mit einem Ork in einen Abgrund. Dort sieht Frodo, wie der Ork von der Kreatur Gollum (Serkis) verschleppt, getötet und gefressen wird. Als Gollum jedoch den Ork in seine Höhle schleppen will, verliert er dabei einen unscheinbaren goldenen Ring, den Bilbo an sich nimmt. Gollum bemerkt Bilbo, der sich nur mithilfe seines Schwerts gegen Gollum wehren kann und dabei die gespaltene Persönlichkeit Gollums erkennt. Die Beiden einigen sich auf ein Spiel: Gewinnt Bilbo, muss Gollum ihn den Weg aus der Höhe verraten; gewinnt Gollum, muss Bilbo sterben. Das Duell der Beiden ist sehr ausgeglichen, bis Bilbo zufällig den Ring berührt und daraufhin fragt, was er in seiner Tasche habe. Gollum kann dies nicht erraten und verliert; anstatt Bilbo jedoch zu helfen, sucht Gollum nur nach seinem Ring, bemerkt dessen Verschwinden und erkennt, dass Bilbo den Ring an sich genommen haben muss. Er bezeichnet Bilbo als Dieb und will ihn umbringen, jedoch kann sich Bilbo erst verstecken und streift sich kurz vor einer Entdeckung durch Zufall den Ring über den Finger – und wird scheinbar unsichtbar. Unterdessen werden die Zwerge zum Orkkönig (Barry Humphries) gebracht, der die Zwerge foltern und töten will. Dann erscheint jedoch Gandalf, der der Gruppe dabei hilft, den Orkkönig zu töten und aus der Orksiedlung zu entkommen. Dabei laufen sie Bilbo über den Weg, der sich ihnen kurzerhand anschließt und so Gollum entkommt. Gollum schwört den Beutlins daraufhin ewige Feindschaft.
Aus der Höhle entkommen, wird die Gruppe jedoch von Azogs Orks und Wargen angegriffen und auf einen Baum getrieben, der in einen Abgrund zu stürzen droht. Thorin will daraufhin Azog angreifen, wird jedoch überwältigt und soll nun getötet werden. Bilbo springt jedoch dazwischen und rettet so Thorin; bevor nun jedoch Bilbo getötet werden kann, erscheinen von Gandalf gerufene Große Adler, die die gesamte Gruppe aus ihrer Lage befreien und weit mit sich tragen. Als die Gruppe letztlich wieder abgesetzt wird, ist der Einsame Berg bereits in Sichtweite. Thorin entschuldigt sich nach seiner Rettung bei Bilbo für sein früheres Verhalten, bedankt sich bei ihm und erkennt ihn endlich als vollwertiges Gruppenmitglied an. Dann bemerkt die Gruppe eine Drossel, die auf dem Weg zum Einsamen Berg ist und sehen dies als gutes Omen an; die Drossel schlägt, wie in einer alten Prophezeiung der Zwerge, die die Rückkehr zum Berg verheißt, mit einem Stein gegen den Berg, so dass Smaug letztlich erwacht.

Kritik:
Da ist sie also, nach fast 10 Jahren – die Rückkehr nach Mittelerde. Und es scheint, als hätte sich nichts verändert. Die Landschaften sind nach wie vor malerisch, die Figuren scheinen kaum gealtert zu sein (außer Gandalf; scheinbar hat man vergessen, Ian McKellen ein paar Jahre wegzuschminken), und Peter Jackson nimmt uns mit auf ein Abenteuer voller großer Schlachten und wichtiger Entscheidungen. So weit so gut – aber wie schafft es Jackson, ein Drittel eines Romans, der insgesamt kürzer ist als ein Teil des “Herrn der Ringe”, auf fast 3 Stunden aufzublähen? Die Antwort ist relativ simpel: extensives Storytelling. Wo Jackson beim Herrn der Ringe Sequenzen verkürzen oder komplett schneiden musste (z.B. die Episoden im Alten Wald oder die Rückkehr ins Auenland), kann er die Geschichte hier strecken und zusätzliche Nebenplots einbauen, so geschehen beispielsweise mit der Rahmenhandlung, die eine Brücke zum Herrn der Ringe schlagen sollte und uns durch die Verwendung der gewohnten Darsteller Elijah Wood und Ian Holm die Integration in die neue Geschichte erleichtern sollte. Auch der etwas ausführlicher erzählte Hintergrund der Zwerge ist nicht werksgetreu, sorgt aber zumindest für etwas Atmosphäre. Insgesamt ist die Rahmensequenz aber schon sehr lang geraten, bei Nicht-Fans besteht dort durchaus die Gefahr, dass sie durch die Längen am Beginn das Interesse verlieren.
Sobald sich unsere Helden jedoch auf die Reise gemacht haben, wird die Geschichte kurzweilig und überraschend werksgetreu. Zwar wurde die Szene mit den Trollen geändert und die Szenen mit Radagast und dem Weißen Rat ergänzt, dies ist aber durchaus verzeihlich, wenngleich gerade die Szenen mit Radagast relativ kindgerecht wirken und daher auch einen Humor bedienen, den viele erwachsene Zuschauer nicht mehr unbedingt teilen.
Generell scheint sich Jackson ziemlich schwergetan zu haben, für welche Zielgruppe er den Film aufbauen soll. Trivialhumor mit lauten Rülpser wechselt sich ab mit den größtenteils kindgerechten Szenen Radagasts sowie großen Schlachtszenen mit unzähligen Enthauptungen und noch mehr Toten. Ein Spagat, der nicht wirklich gelungen erscheint.
Zu den größten Änderungen dürfte jedoch die Darstellung der Zwerge gehören. Nicht erst seit dem “Herrn der Ringe” gelten Zwerge als Personen mit extrem großen Bärten und einem eher knubbeligen Gesicht. Thorin, Fili und Kili haben jedoch menschlich ebenmäßige Gesichtszüge. Was bei Fili und Kili mit deren Jugend zu erklären ist, dürfte bei Thorin wohl in dessen vornehmer Herkunft begründet sein, ist Thorin im Roman doch einer der ältesten Zwerge. Überhaupt ist der Roman-Thorin kaum mit dem Film-Thorin vergleichbar. Ist Thorin im Roman ein anfangs wohlgesitteter, vornehmer Zwerg, so erscheint er in “Eine unerwartete Reise” viel ablehnender, finsterer und aggressiver. In der Hinsicht soll er wohl stärker Aragorn aus dem “Herrn der Ringe” ähneln, wobei beiden eine große, beinahe unmögliche Aufgabe bevorsteht, Aragorn allerdings sanftmütiger und dadurch edler wirkt als Thorin. Letztlich ist jedoch auch das tolerabel; wahre Mittelerde-Fans dürften wohl viel eher bei der subtil angedeuteten Romanze zwischen Gandalf und Galadriel aufschreien…
Wenn man über einen Fantasyfilm dieses Kalibers schreibt, muss auf jeden Fall auch über die Bilder und die verwendete Technik geschrieben werden. Und da zeigt Peter Jackson, dass er absolut nichts verlernt hat. Prachtvolle Landschaftsbilder, gewaltige inszenierte Schlachten, wie immer untermalt von einem stimmigen Score, bei dem es Howard Shore geschafft hat, die alten Leitmotive wirklich passend in die neuen Kompositionen zu integrieren – das ist genau das, was alle erwarten, und davon gibt es dementsprechend auch reichlich! Die 3D-Technologie sorgt dabei für eine angenehme Tiefenwahrnehmung und überreizt das Auge nicht mit aus dem Bild heraustretenden Objekten. Apropos Auge: Das High Frame Rate 3D ist durchaus nützlich, da bei vielen schnellen Kameraschwenks die Bewegungsunschärfe ausbleibt – der Nachteil ist jedoch, dass das Bild bisweilen in solchen Situationen ruckelig wird. Dennoch ist davon auszugehen, dass dieser Technik die Zukunft gehören wird, es ist allerdings abzuwarten, ob man wirklich bei 48 Bildern pro Sekunde bleibt, oder ob man sich noch auf eine andere Bildzahl einigt.
Aufgrund des großen Ensembles ist es schwer, einzelne Darsteller besonders hervorzuheben. So ist es letztlich eine Szene, die besondere Beachtung verdient: das Rätselduell zwischen Bilbo und Gollum. Während nur wenige Meter über ihren Köpfen eine blutige Schlacht tobt, inszeniert Jackson dieses Duell mit beinahe kammerspielartiger Intimität. Auch ein großes Lob an Martin Freeman und Andy Serkis, der erneut das Performance Capture-Model für Gollum mimen durfte. Bessere Technologien sorgen hier jedoch für eine weitaus bessere Mimik Gollums, was seine ständigen Gesinnungswandel noch besser zum Ausdruck bringt. Diese wenigen Minuten, in denen Bilbo um sein Leben rätselt, und die im krassen Gegensatz zum gleichzeitig verlaufenden Überlebenskampf der Zwerge stehen, sind für mich das wahre Highlight des Films.

Fazit:
“Der Hobbit – Eine unerwartete Reise” bietet genau das, was viele von ihm erwarten: Bombastische Unterhaltung. Wenn man die etwas lang wirkende Eingangssequenz außer Acht lässt, ist der Film trotz fast 3 Stunden Spielzeit recht kurzweilig gehalten, was auch an der abwechslungsreichen Inszenierung mit bis zu drei parallel verlaufenden Plotlinien liegt. Dennoch hat es Peter Jackson geschafft, daraus eine schlüssige Handlung zu stricken. Die nach “Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs” extrem hohen Erwartungen könnte Jackson zwar nicht erfüllen, dennoch verbleibt unter dem Strich ein guter Film, bei dem die Handlung mindestens genauso wichtig ist wie die verwendeten Effekte. So macht der Film auf jeden Fall schon einmal Lust auf “Der Hobbit – Die Einöde von Smaug”; ob Teil 2 dann die Ansprüche der Fans erfüllen kann, wird sich zeigen.

Bewertung: 8 von 10 Punkten.

DVD-Review und TV-Tipp: The Dark Knight

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Regie: Christopher Nolan

Darsteller: Christian Bale, Heath Ledger, Gary Oldman, Aaron Eckhart, Morgan Freeman, Maggie Gyllenhaal, Michael Caine, Cillian Murphy, Tiny Lister, Michael Jai White, Chin Han, Eric Roberts

Laufzeit: 146 Minuten

Erscheinungsjahr: 2008

FSK: ab 16 Jahren

Zur Handlung:

In Gotham City herrscht das Chaos seit ein neuer Krimineller namens Joker (Ledger) sein Unwesen treibt. Mit Hilfe einiger Komplizen schafft er es, die Bank einer Mafia auszuräumen, woraufhin die Mafiabosse versuchen, diesen ausfindig zu machen. Unterdessen hat sich Batman/Bruce Wayne (Bale) mit Harvey Dent (Eckhart) auseinander zu setzen, der nicht nur der neue Bezirksstaatsanwalt ist, sondern auch mit Bruces früheren Flamme Rachel Dawes (Gyllenhaal) liiert ist. Wayne entschließt sich, für Dent eine Spendenparty zu veranstalten.

Während der Joker nach und nach die Gangsterbanden Gothams übernimmt oder ausschaltet, nimmt Batman den Gangster Lau (Han) in Hong Kong gefangen und bringt ihn zurück nach Gotham, woraufhin Dent und James Gordon (Oldman) die übrigen Gangsterbosse festnehmen können. Daraufhin droht der Joker an, bestimmte Persönlichkeiten zu töten, sollte sich Batman nicht demaskieren, und setzt seine Drohung auch gleich um, indem er den amtierenden Commissioner und den Richter, der der Mafia-Verhandlung vorsitzt, umbringt. Als er für die Trauerfeier Commissioner Loeb ein Attentat auf den Bürgermeister ankündigt, wird das Ereignis von Wayne überwacht. Dennoch schafft es der Joker, sich als Polizist verkleidet in die Menge zu verstecken und beim Ehrensalut einen Schuss auf den Bürgermeister abzufeuern. Allerdings schafft es Gordon, sich in die Schussbahn zu werfen und die Kugel abzufangen.

Wayne entschließt daraufhin, sich als Batman zu demaskieren, doch Dent kommt ihm zuvor und verkündet auf einer Pressekonferenz öffentlich, dass er Batman ist. Als Dent daraufhin in Schutzhaft genommen wird, wird seine Eskorte vom Joker verfolgt, dem wiederum Batman auf den Fersen ist. Batman schafft es, den Joker aufzuhalten, der infolge dessen von Gordon, der seinen Tod nur vorgetäuscht hat, festgenommen wird. Gordon wird daraufhin zum Commissioner befördert und die Stadt erscheint vorerst sicher. Allerdings wird Dent vermisst, und es stellt sich heraus, dass er von Komplizen des Jokers entführt worden ist und in einem Lagerhaus gefangen gehalten wird. Auch Rachel wird in ein ähnliches Lagerhaus am anderen Ende der Stadt verbracht. Batman schafft es, dem Joker die Aufenthaltsorte der beiden zu entlocken, doch der Joker vertauscht die beiden Adressen, so dass Batman Dent retten kann, die Polizei jedoch etwas zu spät kommt, um Rachel zu retten. Die in beiden Gebäuden befindlichen Bomben explodieren; Rachel stirbt, Dent, dessen eine Körperhälfte in Benzin getränkt war, erleidet schwere Verbrennungen. Gleichzeitig schafft es der Joker, aus seiner Zelle zu entkommen und gleichzeitig Lau zu töten.

Nun verlangt der Joker, dass Coleman Reese, ein Mitarbeiter von Wayne Enterprises, der die Identität von Batman aufgedeckt hat, getötet wird, da er ansonsten ein Krankenhaus in die Luft sprengen will. Wayne schafft es, Reese zu retten, während der Joker Dent im Krankenhaus besucht und ihn überzeugt, sich persönlich an allen Verrätern zu rächen. Danach verlässt er das Krankenhaus, wobei er einen Bus entführt und die Insassen als Geiseln nimmt. Dent, der nun den Spitznamen “Two-Face” angenommen hat, verlässt das Krankenhaus und beginnt seinen persönlichen Rachefeldzug, indem er sowohl die verräterischen Polizisten aus Gordons Einheit als auch den Mafiaboss Sal Maroni (Roberts) tötet.

In der Nacht, als eine Fähre mit Zivilisten und eine mit Strafgefangenen evakuiert werden soll, eröffnet der Joker, dass er beide Fähren mit Bomben ausgestattet hat und den Zünder auf dem jeweils anderen Schiff versteckt hat. Während nun alle darauf warten, dass sich die Passagiere der Fähren gegenseitig sprengen, versucht Gordon zusammen mit SWAT-Einheiten, die Entführten, die sich in einem Hochhaus aufhalten, zu befreien. Batman hält das SWAT-Team auf, um die Geiseln zu schützen, und schafft es, den Joker gefangen zu nehmen. Die Passagiere auf den Fähren weigern sich, den jeweils anderen Sprengsatz zu zünden, während der Joker Batman über das komplexe Verhältnis der beiden aufklärt und gleichzeitig äußert, dass Batman die einzige Person in Gotham ist, die sich nicht verderben lässt, wonach er erklärt, was er Dent angetan hat.

Bei dem Gebäude, in dem Rachel getötet wurde, findet Batman Dent, der Gordon und dessen Familie mit einer Waffe in Schach hält. Batman schafft, es Dent davon abzubringen, Gordons Familie zu töten und stürzt sich mit ihm von einem Baugerüst. Dent stirbt, und Batman erklärt Gordon, dass er die Schuld Dents auf sich nimmt, da die Bevölkerung Gothams ansonsten jegliche Moral und Glauben verlieren würden, wenn bekannt wird, dass ihr größter Held im Kampf gegen die Kriminalität so tief gefallen ist. Seit diesem Zeitpunkt gilt Batman nicht mehr als Wächter über die Stadt, das berühmte Batsymbol wird zerstört, und der dunkle Ritter verschwindet in der Nacht.

 

Kritik:

In “Scream 2” wird im Scherz behauptet, dass eine Fortsetzung niemals so erfolgreich sein kann wie der erste Teil. Christopher Nolan beweist, dass diese Aussage nicht allgemeingültig ist und erschafft mit “The Dark Knight” einen Film, der seinen Vorgänger “Batman Begins” in jeder Hinsicht übertrifft. In der düsteren Atmosphäre der Dystopie namens Gotham City erzählt Nolan eine Parabel über das Gute im Menschen, und wie scheinbar Menschen leicht verdorben werden können, während in vermeintlich bösen Menschen (sinnbildlich dafür: Tiny Lister als “Anführer” der Gefangenen auf der Fähre) immer noch Gutes stecken kann.

Dabei profitiert Nolan von einem exzellenten Ensemble: Angefangen bei Heath Ledger, der durch seine Rolle als psychopathischer, von allen moralischen Bedenken entkleideter Clown endgültig zur Legende geworden ist. Ledgers Joker ist eine offene Rebellion gegen die Gesellschaft, indem er alle Konventionen, die einem Menschen von der Gesellschaft auferlegt werden, über Bord wirft und dadurch aufzeigt, wozu ein einziger Mann imstande sein kann. Dadurch bildet er den Gegenpol sowohl zu den Figuren von Harvey Dent aber auch von Batman. Ob Ledgers Oscargewinn nur mit seinem unerwarteten Tod zusammenhängt, lässt sich nicht sagen, auf jeden Fall hat er mit seiner beängstigend glaubhaften Darstellung die Nominierung verdient gehabt.

Aber auch Aaron Eckhart wächst in der Rolle von Harvey Dent/Two-Face über sich hinaus. Seine Interpretation des gefallenen Staatsanwalts macht aus diesem einen ursprünglich guten Menschen, der durch seine Umgebung, repräsentiert vom Joker, so verdorben worden ist, dass er letztlich nach dem Motto “Der Zweck heiligt die Mittel” agiert. Dabei bleibt Eckhart bis zur letzten Minute absolut glaubwürdig und macht aus Two-Face einen fast schon bemitleidenswerten Charakter, der das Gute vor Augen hat und nur durch sein Verhalten zu einem der Bösen geworden ist.

Glaubwürdig…ein Wort, dass Gary Oldman bestens beschreibt. Oldman, der sowieso zu den besseren aktiven Charakterdarstellern gehört, sorgt in der Rolle von Jim Gordon, der wie der letzte ehrliche Polizist Gothams erscheint, immer wieder für kleine Glanzpunkte.

Bei so einer starken Besetzung in den weiteren Haupt- und Nebenrollen mag es fast schon nicht verwundern, dass Christian Bale noch der schwächste aus diesem prägnanten Quartett ist. Verständlich, dass der dunkle Ritter neben den so charismatischen Gegenspielern eher blass bleibt, aber auch durch seine etwas übertriebene Mimik im schwarzen Kostüm sorgt er für teils unfreiwillig amüsante Momente. In die Rolle des Bruce Wayne passt er weitaus besser, allerdings ist dieser Teil seiner Rolle verständlicherweise nicht so prägend für den Gesamtcharakter. Trotzdem ist es bedauerlich, dass ein so talentierter Akteur wie Bale dieses Mal nicht so glänzen kann wie in “Batman Begins”, als er mit Liam Neeson nur einen Gegenpol hatte.

Aber auch der Rest des Cast ist sehr stark. Die Altstars Morgan Freeman und Michael Caine verkörpern ihre Figuren mit einer Klasse, die nicht von vielen Schauspielern erreicht werden kann. Auch Maggie Gyllenhaal kann die Rolle der Rachel Dawes besser ausfüllen als Katie Holmes im Vorgänger. Zudem gibt es schöne kleine Auftritte von Cillian Murphy, der ja schon in “Batman Begins” in der Rolle des Scarecrow aktiv war, Tiny Lister, der als Strafgefangener Menschlichkeit beweist, aber auch von William Fichtner, der als Bankmanger eins der ersten Opfer des Jokers ist.

In Sachen Special Effects ist “The Dark Knight” wenig vorzuwerfen. Sowohl die grafischen Effekte als auch der Sound ist absolute Spitzenklasse. Der Soundtrack, der erneut von Hans Zimmer stammt, ist stimmig, kommt aber nicht an die Klasse der früheren Filmmusiken von Danny Elfman heran.

 

Fazit: “The Dark Knight” ist nicht nur eine sehr gelungene Comicverfilmung, sondern ein wirklich gelungenes Meisterwerk. Für die einen ist es perfektes Popcornkino, für den tiefgründigeren Filmfan ist es eine Geschichte über das Gute und Böse im Menschen. Für jüngere Zuschauer nicht unbedingt geeignet, aber alle anderen dürfte der Film gefallen. Unbedingt empfehlenswert!

 

Bewertung: 10 von 10 Punkten.

 

Zur DVD:

Dieser Rezension zugrunde lag die einfache DVD-Version. Das Bild ist gestochen scharf und flimmerfrei, selbst bei den hektischeren Kameraszenen. Der Ton ist solide abgemischt, teilweise sind die Dialogstellen aber im Vergleich zu leise abgemischt. Wenn Batman mit seiner verstellten Stimme spricht, ist diese zu basslastig, so dass es schwer ist, für den Film optimale Soundeinstellungen zu finden. Extras sind auf der DVD leider nicht vorhanden, lediglich ist vor dem Film Werbung für verschiedene Batman-Produkte zu finden. Das wertet die DVD leider ab.

Bewertung der DVD: 3 von 10 Punkten.

 

Gesamtbewertung:

  • Film (70%): 10 von 10 Punkten
  • DVD (30%): 3 von 10 Punkten
  • Gesamtbewertung (100%): 7,9 von 10 Punkten

The Dark Knight läuft morgen, am 03.10.2010, ab 20.15 auf Pro Sieben.

Shoppingtipp:

Sneak-Review: Wie durch ein Wunder

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Regie: Burr Steers

Darsteller: Zac Efron, Charlie Tahan, Amanda Crew, Kim Basinger, Ray Liotta, Donal Logue, Augustus Prew

Laufzeit: 100 Minuten

Kinostart in Deutschland: 07.10.2010

FSK: ab 6 Jahren

Zur Handlung:

Wir schreiben das Jahr 2005. Charlie St. Cloud (Efron) ist ein Gewinner-Typ. Zusammen mit seinem kleinen Bruder Sam (Tahan) gewinnt er eine Segelregatta und damit ein Stipendium für die Stanford-Universität. An dem Abend, an dem er sich eigentlich von seinen Freunden verabschieden wollte, muss er jedoch auf Sam aufpassen, da seine Mutter (Basinger) arbeiten muss. Charlie schleicht sich dennoch raus, muss dann aber doch seinen Bruder mitnehmen. An einer Kreuzung muss Charlie warten, jedoch wird sein Auto erst von einem Jeep gerammt und auf die Gegenfahrbahn geschleudert, wo sie von einem entgegenkommenden Lastwagen erfasst werden. Als die Rettungskräfte eintreffen, schafft es der Sanitäter Florio Ferrente (Liotta), Charlie zu reanimieren – aber Sam stirbt. Bei der Beerdigung soll Charlie Sams Baseballhandschuh in das Grab legen, schafft es aber nicht, sondern rennt in die Wälder, wo er zusammenbricht. Auf einer Lichtung trifft er auf Sams Geist, dem er verspricht, jeden Abend wiederzukommen und mit ihm Baseball zu spielen.

5 Jahre später: Charlie hat sein Stipendium nicht angenommen und arbeitet nun als Gärtner auf dem Friedhof zusammen mit seinem Freund Alistair (Prew). Dabei begegnet er seiner ehemaligen Mitschülerin Tess (Crew), die demnächst an einer Weltumsegelung teilnehmen will. Eines Abends kommen die beiden ins Gespräch, das Tess aber nach kurzer Zeit beendet, da sie am nächsten Tag trainieren muss. An jenem Tag entscheidet sie sich, gegen den Willen ihres Trainers (Logue) das Boot in einem Sturm zu testen. Gleichzeitig begegnet Charlie seinem Retter Ferrente erneut, der ihn in einem Gespräch zu erklären versucht, dass er wieder beginnen soll zu leben. Charlie zeigt sich davon unbeeindruckt, schaut sich aber dennoch an, wie Tess den Hafen ihrer Heimat verlässt, um zu jenem Training aufzubrechen.

Am nächsten Tag findet Charlie Tess am Grab ihres Vaters liegen. Er versorgt sie und verabredet sich mit ihr, und langsam entwickelt sich eine zarte Romanze zwischen den beiden. Diese endet jedoch, als er eines Abends fast zu spät zum Treffen mit Sam gekommen wäre, weswegen Sam ihm vorwirft, Charlie würde ihn langsam vergessen. Am nächsten Tag erfährt Charlie jedoch, dass Tess von ihrer Trainingsrunde nicht zurückgekehrt ist und seitdem vermisst wird. Als er am Abend mit Sam darüber spricht, erkennt er, dass sie noch am Leben sein muss und bricht zusammen mit Alistair und Tess’ Trainer auf, um nach ihr zu suchen. Die Suche erstreckt sich über einen ganzen Tag, und als er Abends sein Treffen mit Sam endgültig verpasst, entschuldigt sich Charlie bei seinem Bruder. Sam erwidert ihm aus dem Wald, dass er Charlie liebt und fährt auf in den Himmel, nicht ohne Charlie ein Zeichen zu geben, wo das Wrack liegt. An der Stelle, an der das Boot gekentert ist, springt Charlie ins Meer, ohne Tess an Bord des Boots zu finden. Schließlich entdeckt er sie auf einem Felsen, wo er sie mit ihrer Körperwärme am Leben erhält, bis die beiden gerettet werden.

Am Ende kauft sich Charlie ein Boot und beginnt wieder zu segeln. Er lädt Tess ein, mit ihm aufs Meer hinaus zu fahren, doch Tess zögert, da sie aus der Zeit ihrer Bewusstlosigkeit Träume von ihrer Romanze hat. Charlie sagt, dass es Erinnerungen seien und zitiert ein Gedicht, über das sie in ihrer gemeinsamen Zeit geredet haben. Schließlich ergreift Tess seine Hand und steigt mit ihm auf das Boot.

 

Kritik:

Filme mit Herzschmerz und Tod (bzw. dessen Bewältigung) scheinen in letzter Zeit im Trend zu sein. Während “Hinter dem Horizont” in den 1990er Jahren noch eher eine Ausnahme war, gibt es inzwischen mehrere Ansätze, teils romantisch geprägt (so die ganzen Nicholas Sparks-Adaptionen), teilweise auch auf Spannung ausgelegt (wie die bereits von mir rezensierte Adaption des Alice Sebold-Romans “In meinem Himmel”). “Wie durch ein Wunder” ist da keine Ausnahme, basiert dieser Film doch auf dem Roman “The Death and Life of Charlie St. Cloud” von Ben Sherwood. Und genau wie die Sebold-Verfilmung krankt auch dieser Film an mehreren Stellen: Zum einen wird der Konflikt, in dem sich Charlie seit dem Tod seines Bruders befindet, zu lang und zu langatmig aufgebaut. Dass man diese Rolle mit Zac Efron besetzt hat, der zwar als Teenie-Darling in Disney-Produktionen funktioniert, für Charakterrollen aber zu wenig unterschiedliche Gesichtsausdrücke beherrscht (man könnte auch behaupten, er hätte die Schauspielerei bei Steven Seagal erlernt, aber dann müsste er gut kämpfen können), macht die Sache aufgrund der erwähnten Schwächen Efrons nicht besser.

Aber auch der Rest des Cast ist eher enttäuschend: Kim Basingers Auftritt dürfte insgesamt knapp 3 Minuten gedauert haben, und auch Ray Liotta darf sein botoxgestähltes Gesicht nur für 2 Kurzauftritte in die Kamera halten. Abgesehen von Charlie Tahan, der in die fast schon klischeehafte Rolle des teilweise nervigen kleinen Bruders fällt und diese mit zwei Gesichtsausdrücken mehr als Efron verkörpert, wirkten alle anderen Charaktere mehr wie unbedeutende Nebenrollen, auch Tess ist mit Ausnahme der kurzen Romanze eher im Hintergrund zu finden. Dabei kann Amanda Crew immerhin als Augenweide punkten, denn auch sie wird schauspielerisch nicht überfordert.

Wenn es nur an einem schlechten Cast liegen würde, könnte man dem Film vielleicht noch zu Gute halten, dass durch die Besetzung einfach nur viel Potenzial verschenkt worden ist. Leider ist der Plot an sich viel zu langatmig: Von ca. 100 Minuten Film geht eine gefühlte Stunde dafür drauf, Charlies Konflikt aufzubauen, 20 Minuten für die sich entwickelnde Romanze, und erst gegen Ende wird deutlich, wie sich Charlie entscheidet. Die vorhandenen Längen werden leider nur durch viel Kitsch, schwache Dialoge und etliche unfreiwillig komische Szenen aufgefüllt; wirklich starke Momente, bspw. als Charlie mental zusammenbricht und seine Wohnungseinrichtung zerstört, sind leider Mangelware. Zudem sind viele Szenen in dem Film sehr vorhersehbar, und gerade als die Romanze zwischen Charlie und Tess beginnt, ist die Spannung leider schon völlig raus, und eigentlich jedem Zuschauer dürfte dann bereits klar sein, wie sich die Geschichte weiter entwickelt.

Die einzige Stärke des Films sind die Landschaftsaufnahmen, die an der Küste von British Columbia gedreht worden sind. Eigentlich bezeichnend, dass einige schöne Bilder das Beste an dem ganzen Film sind.

 

Fazit:

“Wie durch ein Wunder”…diese Wendung lässt sich mit Bezug auf dem Film gleich mehrfach verwenden. “Wie durch ein Wunder”…habe ich es geschafft, diesen Film im Kino zu sehen, ohne einzuschlafen oder beschämt den Saal zu verlassen. “Wie durch ein Wunder”…sind auch die meisten anderen Gäste der Sneak geblieben – wenngleich sie sich fast nur noch über den Film lustig gemacht haben. Dafür waren andere Sachen so vorhersehbar wie der Film selbst: Zum einen, dass sich die weiblichen Zuschauer über Zac Efron gefreut haben, während die männlichen regelmäßig lachen mussten. Zu anderen, dass der Film eigentlich von allen verrissen worden ist. Zu langatmig, zu vorhersehbar, zu kitschig und teilweise zu lächerlich, das sind die 4 Charakteristiken, die den Film auszeichnen. Zudem dürfte die Nachfrage nach Filmen in diesem Genre eigentlich durch die ganzen Nicholas Sparks-Adaptionen befriedigt worden sind. Diese dürften zudem weitaus erträglicher sein, als dieses Machwerk, das mit einem absolut uncharismatischen Hauptdarsteller leben muss und daran scheitert. Mein Tipp: Der Film taugt nicht für einen gemütlichen DVD-Abend, sowas sollte nichtmals bei arte gesendet werden und somit erst recht nicht bei einem der “großen” TV-Sender. Investiert das Geld lieber in andere Filme. Oder lest das Buch, das dürfte (wie eigentlich immer) besser sein als dieser Schund.

 

Bewertung des Films: 2 von 10 Punkten.

 

 

Shoppingtipp:

DVD-Review: Star Wars Episode VI: Die Rückkehr der Jedi-Ritter

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Regie: Richard Marquand

Darsteller: Mark Hamill, Harrison Ford, Carrie Fisher, Anthony Daniels, Kenny Baker, Alec Guinness, Peter Mayhew, David Prowse, Billy Dee Williams

Laufzeit: 129 Minuten

Erscheinungsjahr: 1983

FSK: ab 12 Jahren

 

Zur Handlung:

Es ist noch nicht lange her, seit Han Solo (Ford) in der Wolkenstadt vom Kopfgeldjäger Boba Fett (Jeremy Bulloch) gefangen genommen und in Karbonit eingefroren an Jabba the Hutt übergeben worden ist. Während Lando Calrissian (Williams) bereits verkleidet den Palast des Hutten auf Tatooine ausspioniert, versucht Leia (Fisher), verkleidet als Kopfgeldjäger und Chewbacca (Mayhew) scheinbar an Jabba ausliefernd, ihren Geliebten zu befreien. Zwar schafft sie es, Han aus dem Karbonit zu holen, wird dann aber selbst von Jabba gefangen genommen und versklavt.

Kurze Zeit später betritt Luke Skywalker (Hamill) Jabbas Palast und versucht diesen zu überzeugen, seine Freunde freizulassen. Jabba lehnt ab und versucht, Luke an seinen Rancor, ein riesiges Reptil zu verfüttern. Doch Luke schafft es, das Tier zu töten und wird deswegen zusammen mit seinen Freunden zum Tode verurteilt. Als sie allerdings an den Sarlacc verfüttert werden sollen, gelingt es Luke mit R2D2s (Baker) Hilfe, Jabba und seine komplette Entourage aufzuhalten und sich zu befreien.

Nach dieser Befreiungsaktion kehrt Luke nach Dagobah zurück, um seine Ausbildung beim alten Jedi-Meister Yoda (Frank Oz) abzuschließen. Allerdings ist Yoda inzwischen erheblich gealtert und liegt im Sterben. Auf seinem Sterbebett eröffnet Yoda Luke noch, dass er sich Vader stellen muss, und dass er nicht der letzte Skywalker sei, dann stirbt er. Obi-Wan (Guinness) bestätigt unterdessen, dass Luke noch einen Zwilling hat und erkennt, dass es sich dabei um Leia handeln muss.

Unterdessen planen die Rebellen einen erneuten Angriff auf das Imperium. Dazu wollen sie den neuen Todesstern, der im Orbit des kleinen Waldmonds Endor gebaut wird, zerstören. Dazu müssen sie einerseits einen kleinen Schildgenerator auf der Planetenoberfläche zerstören, während Lando und die anderen Flottenmitglieder einen Angriff auf den Todesstern selbst ausführen sollen. Han Solo übernimmt den Bodenangriff, zusammen mit Leia, Chewbacca, R2D2, C3PO (Daniels) und dem zurückkehrenden Luke.

Auf dem Planeten angekommen, wird Leia vom Rest der Truppe getrennt, als sie und Luke versucht haben, einige Sturmtruppler davon abzuhalten, Verstärkung anzufordern. Dabei trifft sie auf die kleinen, pelzigen Ureinwohner des Mondes, die Ewoks, welche sie als Gast aufnehmen. Währenddessen gerät der Rest des Kommandotrupps in eine Falle der Ewoks, und nur mit Hilfe von C3PO kann verhindert werden, dass die übrigen zugunsten des goldfarbenen Droiden geopfert werden. Die Ewoks erklären sich bereit, den Rebellen zu helfen, und in der Nacht vor dem Angriff auf den Schildgenerator erklärt Luke Leia, dass sie seine Zwillingsschwester ist.

Während sich der Rest des Trupps auf den Weg macht, den Generator anzugreifen, stellt sich Luke Darth Vader (Prowse) und versucht ihn zu überzeugen, sich der hellen Seite der Macht zuzuwenden. Vader lässt sich davon jedoch nicht erweichen und bringt Luke zum Imperator (McDiarmid). Die Rebellen haben in der Zwischenzeit den Generator eingenommen und wollen ihn nun sprengen, als Palpatine Luke darüber aufklärt, dass er von dem Plan der Rebellen gewusst hat und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet hat. Während sich die Rebellenflotte einem Großteil der imperialen Flotte gegenüber sieht, wird die Truppe um Han und Leia von einer imperialen Spezialeinheit festgesetzt. Allerdings greifen nun die Ewoks zugunsten der Rebellen ein, so dass es auf Endor zu einer großen Schlacht kommt. Auch die Flotten beider Seiten bekriegen sich aufs Äußerste, während Palpatine Luke so sehr reizen kann, dass dieser mit dem Lichtschwert auf den Imperator losgehen will, was Vader jedoch verhindern kann. Im anschließenden Lichtschwertduell kann sich Luke durchsetzen, nachdem Vader angekündigt hat, man könnte ja seine Schwester für die dunkle Seite gewinnen, was dazu geführt hat, dass Luke seine Selbstbeherrschung verliert. Als der Imperator dann jedoch verlangt, dass Luke seinen Vater töten soll, schaltet er sein Lichtschwert ab und weigert sich. Daraufhin will Palpatine Luke töten.

Unterdessen haben es die Rebellen auf Endor geschafft, die imperialen Einheiten zurückzuschlagen und den Schutzschild zu zerstören, was der Flotte und vor allem Lando die Chance gibt, in den Todesstern hineinzufliegen und den Reaktorkern zu zerstören. Gleichzeitig entscheidet sich Vader, seinem Sohn zu helfen und stürzt Palpatine in einen Ventilationsschacht, wobei er jedoch selbst tödlich von Palpatine verletzt wird. Kurz bevor die Station explodiert, bedankt sich Vader noch bei Luke, dass dieser an ihn geglaubt hat, und stirbt.

Luke schafft es gerade noch, den Körper seines Vaters in ein Shuttle zu tragen und den Todesstern zu verlassen, bevor dieser endgültig kollabiert.

Am Ende feiern alle Rebellen den Sieg über das Imperium und das Ende der Herrschaft von Palpatine. Leia gesteht Han ihre Liebe, und dass Luke lediglich ihr Bruder ist. Luke bestattet seinen Vater und sieht am Ende Obi-Wan, Yoda und Anakin (Hayden Christensen) als Macht-Geister, die stolz auf den letzten Jedi-Ritter blicken.

 

Kritik:

Nach dem furios geratenen zweiten Teil der Trilogie kommt nun also der Abschluss der berühmtesten Saga seinerzeit; 6 Jahre, nachdem der erste Teil überraschend zu einem Riesenerfolg geworden ist, wollte George Lucas diesen Zyklus seines Weltraum-Märchens abschließen. Dazu konnte er zwar auf den kompletten Cast der früheren Teile zurückgreifen, musste Lucas den Regisseursposten erneut vergeben, und dieses Mal fiel seine Wahl auf den Briten Richard Marquand, der bislang lediglich mit dem Spionagethriller “Die Nadel” bekannt war.

Und es mag an dieser Neubesetzung liegen, es mag aber genauso gut dem Zeitgeist der frühen 1980er Jahre geschuldet sein, aber es fällt auf, dass sich Marquands “Star Wars” stilistisch stärker von den beiden Vorgängerteilen absetzt. Nicht nur wirkt die Präsentation etwas nüchterner als in den Vorgängerteilen, auch wird der in Episode V noch geschickt aufgebaute Spannungsbogen immer weiter geschleppt, bis dann beim großen Showdown die Luft leider schon raus ist. Zumindest wirkt die Inszenierung sehr langatmig und schwerfällig, und selbst der neue Wendepunkt in der Geschichte, nämlich dass Luke und Leia Geschwister sind, bietet keinen neuen Oha-Effekt.

Ansonsten liefern die Schauspieler eine solide Leistung ab, und John William’s Soundtrack ist wie immer hörenswert. Die zusätzlichen Szenen (z.B. Bilder von den Siegesfeiern auf Coruscant) sind optisch schön umgesetzt, leider merkt man bei den nachsynchronisierten Stellen erneut, dass Rainer Schöne nun mal nicht Heinz Petruo ist (vgl. die DVD-Review zu “Das Imperium schlägt zurück).

 

Fazit: Leider handelt es sich bei “Die Rückkehr der Jedi-Ritter” um den meiner Meinung nach schwächsten Film der klassischen Trilogie. Zu schwerfällig wirkt die Inszenierung, zu langatmig wird eine Handlung, die Stoff für maximal eineinhalb Stunden hergibt, auf über zwei Stunden gestreckt. Man hätte den Abschluss der Saga weitaus würdiger gestalten können, so muss man sich mit einem zufriedenstellenden, aber keinem begeisternden Ende zufrieden geben.

Bewertung: 6 von 10 Punkten.

Da es sich bei der DVD um eine Scheibe aus derselben DVD-Box handelt, die ich auch für meine Rezension von “Das Imperium schlägt zurück” verwendet habe, verweise ich für meine Anmerkungen zur DVD selbst auf meine vorige Rezension.

Gesamtbewertung:

  • Film (70%): 6 von 10 Punkten
  • DVD (30%): 10 von 10 Punkten
  • Gesamtbewertung (100%): 7,2 von 10 Punkten

 

Shoppingtipp:

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DVD-Review: Star Wars Episode V: Das Imperium schlägt zurück

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Regie: Irvin Kershner

Darsteller: Mark Hamill, Harrison Ford, Carrie Fisher, Anthony Daniels, Kenny Baker, Alec Guinness, Peter Mayhew, David Prowse

Laufzeit: 122 Minuten

Erscheinungsjahr: 1980

FSK: ab 12 Jahren

Zur Handlung:

Es ist drei Jahre her, seit die Rebellen in der Schlacht um Yavin IV den Todesstern des Imperiums vernichten konnten.

 

 

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