DVD-Review: Star Wars Episode VI: Die Rückkehr der Jedi-Ritter

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Regie: Richard Marquand

Darsteller: Mark Hamill, Harrison Ford, Carrie Fisher, Anthony Daniels, Kenny Baker, Alec Guinness, Peter Mayhew, David Prowse, Billy Dee Williams

Laufzeit: 129 Minuten

Erscheinungsjahr: 1983

FSK: ab 12 Jahren

 

Zur Handlung:

Es ist noch nicht lange her, seit Han Solo (Ford) in der Wolkenstadt vom Kopfgeldjäger Boba Fett (Jeremy Bulloch) gefangen genommen und in Karbonit eingefroren an Jabba the Hutt übergeben worden ist. Während Lando Calrissian (Williams) bereits verkleidet den Palast des Hutten auf Tatooine ausspioniert, versucht Leia (Fisher), verkleidet als Kopfgeldjäger und Chewbacca (Mayhew) scheinbar an Jabba ausliefernd, ihren Geliebten zu befreien. Zwar schafft sie es, Han aus dem Karbonit zu holen, wird dann aber selbst von Jabba gefangen genommen und versklavt.

Kurze Zeit später betritt Luke Skywalker (Hamill) Jabbas Palast und versucht diesen zu überzeugen, seine Freunde freizulassen. Jabba lehnt ab und versucht, Luke an seinen Rancor, ein riesiges Reptil zu verfüttern. Doch Luke schafft es, das Tier zu töten und wird deswegen zusammen mit seinen Freunden zum Tode verurteilt. Als sie allerdings an den Sarlacc verfüttert werden sollen, gelingt es Luke mit R2D2s (Baker) Hilfe, Jabba und seine komplette Entourage aufzuhalten und sich zu befreien.

Nach dieser Befreiungsaktion kehrt Luke nach Dagobah zurück, um seine Ausbildung beim alten Jedi-Meister Yoda (Frank Oz) abzuschließen. Allerdings ist Yoda inzwischen erheblich gealtert und liegt im Sterben. Auf seinem Sterbebett eröffnet Yoda Luke noch, dass er sich Vader stellen muss, und dass er nicht der letzte Skywalker sei, dann stirbt er. Obi-Wan (Guinness) bestätigt unterdessen, dass Luke noch einen Zwilling hat und erkennt, dass es sich dabei um Leia handeln muss.

Unterdessen planen die Rebellen einen erneuten Angriff auf das Imperium. Dazu wollen sie den neuen Todesstern, der im Orbit des kleinen Waldmonds Endor gebaut wird, zerstören. Dazu müssen sie einerseits einen kleinen Schildgenerator auf der Planetenoberfläche zerstören, während Lando und die anderen Flottenmitglieder einen Angriff auf den Todesstern selbst ausführen sollen. Han Solo übernimmt den Bodenangriff, zusammen mit Leia, Chewbacca, R2D2, C3PO (Daniels) und dem zurückkehrenden Luke.

Auf dem Planeten angekommen, wird Leia vom Rest der Truppe getrennt, als sie und Luke versucht haben, einige Sturmtruppler davon abzuhalten, Verstärkung anzufordern. Dabei trifft sie auf die kleinen, pelzigen Ureinwohner des Mondes, die Ewoks, welche sie als Gast aufnehmen. Währenddessen gerät der Rest des Kommandotrupps in eine Falle der Ewoks, und nur mit Hilfe von C3PO kann verhindert werden, dass die übrigen zugunsten des goldfarbenen Droiden geopfert werden. Die Ewoks erklären sich bereit, den Rebellen zu helfen, und in der Nacht vor dem Angriff auf den Schildgenerator erklärt Luke Leia, dass sie seine Zwillingsschwester ist.

Während sich der Rest des Trupps auf den Weg macht, den Generator anzugreifen, stellt sich Luke Darth Vader (Prowse) und versucht ihn zu überzeugen, sich der hellen Seite der Macht zuzuwenden. Vader lässt sich davon jedoch nicht erweichen und bringt Luke zum Imperator (McDiarmid). Die Rebellen haben in der Zwischenzeit den Generator eingenommen und wollen ihn nun sprengen, als Palpatine Luke darüber aufklärt, dass er von dem Plan der Rebellen gewusst hat und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet hat. Während sich die Rebellenflotte einem Großteil der imperialen Flotte gegenüber sieht, wird die Truppe um Han und Leia von einer imperialen Spezialeinheit festgesetzt. Allerdings greifen nun die Ewoks zugunsten der Rebellen ein, so dass es auf Endor zu einer großen Schlacht kommt. Auch die Flotten beider Seiten bekriegen sich aufs Äußerste, während Palpatine Luke so sehr reizen kann, dass dieser mit dem Lichtschwert auf den Imperator losgehen will, was Vader jedoch verhindern kann. Im anschließenden Lichtschwertduell kann sich Luke durchsetzen, nachdem Vader angekündigt hat, man könnte ja seine Schwester für die dunkle Seite gewinnen, was dazu geführt hat, dass Luke seine Selbstbeherrschung verliert. Als der Imperator dann jedoch verlangt, dass Luke seinen Vater töten soll, schaltet er sein Lichtschwert ab und weigert sich. Daraufhin will Palpatine Luke töten.

Unterdessen haben es die Rebellen auf Endor geschafft, die imperialen Einheiten zurückzuschlagen und den Schutzschild zu zerstören, was der Flotte und vor allem Lando die Chance gibt, in den Todesstern hineinzufliegen und den Reaktorkern zu zerstören. Gleichzeitig entscheidet sich Vader, seinem Sohn zu helfen und stürzt Palpatine in einen Ventilationsschacht, wobei er jedoch selbst tödlich von Palpatine verletzt wird. Kurz bevor die Station explodiert, bedankt sich Vader noch bei Luke, dass dieser an ihn geglaubt hat, und stirbt.

Luke schafft es gerade noch, den Körper seines Vaters in ein Shuttle zu tragen und den Todesstern zu verlassen, bevor dieser endgültig kollabiert.

Am Ende feiern alle Rebellen den Sieg über das Imperium und das Ende der Herrschaft von Palpatine. Leia gesteht Han ihre Liebe, und dass Luke lediglich ihr Bruder ist. Luke bestattet seinen Vater und sieht am Ende Obi-Wan, Yoda und Anakin (Hayden Christensen) als Macht-Geister, die stolz auf den letzten Jedi-Ritter blicken.

 

Kritik:

Nach dem furios geratenen zweiten Teil der Trilogie kommt nun also der Abschluss der berühmtesten Saga seinerzeit; 6 Jahre, nachdem der erste Teil überraschend zu einem Riesenerfolg geworden ist, wollte George Lucas diesen Zyklus seines Weltraum-Märchens abschließen. Dazu konnte er zwar auf den kompletten Cast der früheren Teile zurückgreifen, musste Lucas den Regisseursposten erneut vergeben, und dieses Mal fiel seine Wahl auf den Briten Richard Marquand, der bislang lediglich mit dem Spionagethriller „Die Nadel“ bekannt war.

Und es mag an dieser Neubesetzung liegen, es mag aber genauso gut dem Zeitgeist der frühen 1980er Jahre geschuldet sein, aber es fällt auf, dass sich Marquands „Star Wars“ stilistisch stärker von den beiden Vorgängerteilen absetzt. Nicht nur wirkt die Präsentation etwas nüchterner als in den Vorgängerteilen, auch wird der in Episode V noch geschickt aufgebaute Spannungsbogen immer weiter geschleppt, bis dann beim großen Showdown die Luft leider schon raus ist. Zumindest wirkt die Inszenierung sehr langatmig und schwerfällig, und selbst der neue Wendepunkt in der Geschichte, nämlich dass Luke und Leia Geschwister sind, bietet keinen neuen Oha-Effekt.

Ansonsten liefern die Schauspieler eine solide Leistung ab, und John William’s Soundtrack ist wie immer hörenswert. Die zusätzlichen Szenen (z.B. Bilder von den Siegesfeiern auf Coruscant) sind optisch schön umgesetzt, leider merkt man bei den nachsynchronisierten Stellen erneut, dass Rainer Schöne nun mal nicht Heinz Petruo ist (vgl. die DVD-Review zu „Das Imperium schlägt zurück).

 

Fazit: Leider handelt es sich bei „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ um den meiner Meinung nach schwächsten Film der klassischen Trilogie. Zu schwerfällig wirkt die Inszenierung, zu langatmig wird eine Handlung, die Stoff für maximal eineinhalb Stunden hergibt, auf über zwei Stunden gestreckt. Man hätte den Abschluss der Saga weitaus würdiger gestalten können, so muss man sich mit einem zufriedenstellenden, aber keinem begeisternden Ende zufrieden geben.

Bewertung: 6 von 10 Punkten.

Da es sich bei der DVD um eine Scheibe aus derselben DVD-Box handelt, die ich auch für meine Rezension von „Das Imperium schlägt zurück“ verwendet habe, verweise ich für meine Anmerkungen zur DVD selbst auf meine vorige Rezension.

Gesamtbewertung:

  • Film (70%): 6 von 10 Punkten
  • DVD (30%): 10 von 10 Punkten
  • Gesamtbewertung (100%): 7,2 von 10 Punkten

 

Shoppingtipp:

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