wXw 16 Carat Gold 2015 und Genickbruch.com-Usertreffen – Ein Erfahrungsbericht (Teil 2)

Day 1 – Samstag, 07.03.2015

Da ich die Woche noch vorrangig damit beschäftigt war, alles andere auf meine Abreise vorzubereiten, konnte ich meine eigenen Angelegenheiten erst am Samstag Vormittag klären. Zum Glück ist der moderne Wrestlingfan bei der Kleidungswahl sehr flexibel. Ein paar Wrestlingshirts, dazu noch Wechselwäsche, und schon ist das Gepäck parat. Noch einige letzte Vorbereitungen, dann konnte ich mich gegen 14.15 Uhr endlich auf den Weg nach Oberhausen machen. Soweit so gut – leider wollte mir der Wochenendverkehr einen kleineren Streich spielen (und das, obwohl ich gehofft hatte, sämtliche bundesligabedingten Staus zu Umgehen), weswegen mich das Navi auf einige Umleitungen geschickt hat. So wurden aus normalerweise 70-75 Minuten Fahrtzeit knappe 100 Minuten. Am Hostel angekommen wurde ich direkt von Pat (Username bei Genickbruch.com: Maidelinho) in Empfang genommen und erstmal durch die komplette Runde geführt. Danach folgte das Einchecken, das Abstellen der Reisetasche – und dann gings erstmal mit einer kleineren Gruppe in den nächstgelegenen Getränkemarkt. Die Jungs hatten natürlich schon ohne mich angefangen und hatten dementsprechend schon ne ordentliche Schlagzahl drauf. Ich bin dann doch bei einem Sixpack Cab, einer Flasche Wasser und einer Flasche Cola geblieben. Mein Grundzustand war dann doch nicht so gut, um deren Pace mitgehen zu können, zudem verträgt sich Cola auch immer gut mit der Flasche Bacardi, die ich noch in der Tasche hatte. Als ich an der Kasse war, liefen mir noch 2 Wrestler, 1 Ringrichter und 1 Helfer der wXw über den Weg, danach gings zurück zum Hostel, wo ich während des Smalltalks u.a. mit Christian R. (Username: ERWINИIWЯƎ) und Sebastian (Username: Mantequilla) schon mal die ersten Bierchen inhalieren konnte. Dann traf auch noch Malte (Username: Johnny Bravo) ein, bevor es dann zur Halle ging. Dort verzögerte sich erst der Einlass am Eingang (was bei der wXw Tradition hat), aber auch der Einlass in die Halle an sich (was selbst bei der wXw unüblich ist) – letztlich stellte sich heraus, dass der Ring, in dem nachher die Matches stattfinden sollten, defekt gewesen ist, so dass die Jungs und Mädels von der Crew in aller Eile noch einen anderen Ring aufbauen mussten. Und dafür war die Wartezeit relativ kurz, Respekt an die Ringcrew. Schnell noch zur Toilette, dann an die Theke, und dann konnte der Spaß schon beginnen.

 

The Worlds Cutest Tag Team (Candice LeRae und Joey Ryan) besiegten Kay Lee Ray und Da Mack (10:13 Minuten)

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The Worlds Cutest Tag Team sind eine Paarung, die ursprünglich in der aus Südkalifornien stammenden Promotion Pro Wrestling Guerrilla (PWG) beheimatet sind und an diesem Wochenende das erste Mal in Deutschland aufgetreten sind. Kay Lee Ray stammt aus Schottland, gilt als ein großes Talent und war schon in der Show „British Bootcamp“ der US-Promotion Impact Wrestling zu sehen. Da Mack ist ein junger deutscher Wrestler, der zusammen mit dem im Turnier antretenden Axel Dieter Jr. das Team Hot & Spicy bildet, die schon Träger des wXw World Tag Team Titles gewesen sind. So gesehen also eine durchaus interessante Paarung und das richtige, um das Publikum anzuheizen. Candice und Joey machen ihre Sache gut (und Candice ist ja soooooo süß), und auch Mack und Kay Lee zeigen, was sie können. Am Ende gewinnen die Gäste und fordern für den nächsten Tag die amtierenden wXw World Tag Team Champions heraus. Dazu gibts dann aber mehr im dritten Teil.

 

16 Carat Gold Tournament, Quarter Final
Tommy End besiegte Andrew Everett (6:59 Minuten)

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Der Holländer Tommy End gehört im Prinzip schon zu den Legenden bei Westside Xtreme Wrestling. Er war schon ein vielversprechendes Talent bei den ersten Shows, die ich gesehen habe, und heute ist er ein erfahrender und gestandener Wrestler, der schon auf 3 Kontinenten angetreten ist, Titel innerhalb und außerhalb der wXw gewinnen konnte und auch schon das 16 Carat Gold gewinnen durfte. Andrew Everett steht im Vergleich zu Tommy noch weiter am Anfang seiner Karriere. Er ist bekannt für seinen spektakulären Highflying-Stil und gilt für viele als eins der kommenden großen Wrestlingtalente. Dies durfte er gegen Tommy aber nur selten zeigen, denn der Holländer dominierte das Match die meiste Zeit über und konnte sich auch recht deutlich durchsetzen.

 

 

16 Carat Gold Tournament, Quarter Final
Axel Dieter Jr. besiegte Marty Scurll (10:25 Minuten)

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Da haben wir schon den angesprochenen Axel Dieter Jr., dessen Vater tatsächlich unter dem Namen Axel Dieter früher gewrestlet hat. Genau wie Axel, wie gesagt Mitglied von Hot & Spicy, ist auch Marty Scurll dem wXw-Publikum eher als Tag Team Wrestler bekannt, so bildete er doch lange mit dem später noch antretenden Zack Sabre Jr. das Team LDRS of the New School. Inzwischen ist Marty alleine unterwegs, hat seinen Charakter komplett neu erfunden und tritt nun als ruchloser „The Villain“ an. Dies musste auch Sebastian erfahren, der sich beim Entrance Martys mit diesem anlegte und dafür einen Tritt kassiert hat. Und das zeigte sich auch in diesem Match, da der früher unterhaltsame und mitunter spektakuläre Marty inzwischen einen viel aggressiveren, aber auch smarteren Stil an den Tag legt. So scheut er sich nicht davon, seinen Gegner zu „verletzen“ oder ihn einfach auszutricksen, wenn der Gegner versucht, sich vor den Angriffen Scurlls zu schützen. Auch Axel sah so aus, als könnte er sich gegen Marty kaum zu Wehr setzen, aber er bewies dann doch mehr Kampfgeist und konnte sich am Ende durchsetzen, sehr zur Freude seiner Fans.

 

 

Michael Dante besiegte Aaron Insane und Mr. Sha Samuels und Robert Dreissker und The Rotation und Timothy Thatcher (4:37 Minuten)

Ein typisches Match im Verlauf eines solchen Turniers. Man hat Leute, die schon ausgeschieden sind, dazu ein paar Stammkräfte, die man noch einsetzen könnte, vielleicht noch 1 oder 2 Rookies dazu, und schon kann man ein kurzweiliges, aber insgesamt recht kurzes Match mit vielen Beteiligten auf die Beine stellen. Am Ende konnte sich mit Michael Dante Tommy Ends Partner in der Sumerian Death Squad durchsetzen.

 

 

wXw Shotgun Title Match
Ilja Dragunov besiegte John Klinger (c) (12 Minuten) – TITELWECHSEL!!!

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Auf dieses Match hatten sich viele gefreut. Ilja Dragunov – vorbildlicher Sowjetrusse, erster Träger des wXw Shotgun Titles, den er nur wegen einer schweren Verletzung abgeben musste, dazu seit seinem wXw-Debüt ungeschlagen – gegen Bad Bones John Klinger – wie Tommy End eine Legende der wXw, ehemaliger Carat-Sieger, ehemaliger wXw World Heavyweight Champion, ehemaliger wXw World Tag Team Champion, amtierender wXw Shotgun Champion und Sieger der International Gutcheck Challenge von Impact Wrestling, was ihn zu einigen Auftritten im US-TV gebracht hat. Und nachdem ein erstes Aufeinandertreffen der Beiden nach einem brutalen Kampf in einem Unentschieden endete, sollte dieses Match nach den „Regeln von Wladiwostok“ stattfinden, sprich: keine Disqualifikationen, keinen Countout, es muss einen Sieger geben. Das Match wurde auch dieses Mal relativ hart geführt, aber trotz aller Bemühungen kam das Feeling einer epischen Schlacht nicht auf, wenngleich das Match gut und intensiv geführt wurde. Am Ende konnte sich der junge Russe durchsetzen und sich seinen Titel zurückholen. Aber auch Respekt an John, der aus dem Jungen wirklich viel rausgeholt hat.

 

Nach diesem Match ging es in eine kleine Pause. Zeit, um etwas Luft zu schnappen, die Getränke nochmal aufzufüllen und ein bisschen zu plaudern, bevor es dann in die zweite Hälfte der Show ging.

16 Carat Gold Tournament, Quarter Final
Absolute Andy besiegte Sasa Keel (13:03 Minuten)

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Andy ist der nächste Wrestler, der effektiv schon „ewig dabei“ ist und auch schon einmal wXw World Heavyweight Champion gewesen ist. Ihm gegenüber stand mit Sasa Keel ein noch eher junger Wrestler, der aber aufgrund seines unglaublichen Charismas schon sehr viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnte. Die beiden zeigen auch ein sehr ansehnliches Match, bei dem sich (vielleicht doch etwas überraschend) Andy am Ende durchsetzen konnte.

 

 

16 Carat Gold Tournament, Quarter Final
Zack Sabre Jr. besiegte Daisuke Harada (13:54 Minuten)

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Ein Match, das auf das ich mich insgeheim sehr gefreut habe. Zack Sabre Jr., dessen internationale Karriere so gesehen bei wXw begonnen hat (und ich war bei seiner ersten Show hier in Deutschland live dabei) gegen Harada, der genau wie Zack bei der japanischen Liga Pro Wrestling NOAH antritt. Und die beiden zeigten genau die Mischung aus technischem Wrestling und dem eher aus dem japanischen kommenden Hard Hitting, dass es mir als Zuschauer sichtlich Spaß gemacht hat. Am Ende setzt sich Zack durch, und ich hoffe insgeheim auf Zack Sabre Jr. vs. Tommy End am dritten Tag. Die Paarung habe ich schon zweimal am dritten Tag des Carats gesehen, und es ist ein Matchup, das auf keinen Fall enttäuschen kann.

 

 

#1-Contender Match (wXw Shotgun Title)
Axel Tischer besiegte Cedric Alexander und Chris Sabin und Uhaa Nation (10:48 Minuten)

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Und wieder müssen ein paar Wrestler eingesetzt werden. Über Axel und Uhaa Nation, dessen Entrancetheme tatsächlich „Dschinghis Khan“ ist (wegen des „Uhh haa!“), habe ich ja schon einige Worte verloren. Chris Sabin ist ein ehemaliger Wrestler von TNA/Impact Wrestling und dadurch einigermaßen bekannt. Cedric Alexander ist im Vergleich noch jünger und unerfahrener als seine Gegner, dürfte aber auch zur nächsten, spätestens zur übernächsten Generation der Topstars gehören. An und für sich ein gutes Match, das aber auch sehr von der Athletik von Alexander und Uhaa profitiert hat. Dass sich Axel am Ende durchsetzt, ist aber nicht so überraschend, da er Iljas Trainer ist und viele Trainer dann doch am Ende wollen, dass ihr Schützling gut da steht, und das klappt am Besten mit einem Sieg über den Trainer (fragt mal Anakin Skywalker und Obi Wan Kenobi!). Schönes Match mit einem zu erwartenden Finish.

 

 

wXw Unified World Wrestling Title Match
Herr Karsten Beck (c) besiegte Big Daddy Walter (18:14 Minuten)

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Dann wurde es Zeit für den Hauptkampf des Abends. Big Daddy Walter, seines Zeichens mehrfacher ehemaliger wXw Champion gegen den Mann, der ihn zuletzt entthront hatte. Dementsprechend verbissen wurde auch das Match geführt. Nur einen schien die harte Tour kaum einzuschüchtern: Unseren Christian Z. (Username: Iceman.at). Dieser blieb seinem Namen entsprechend schön cool, als einen Meter vor seiner Nase ein Karsten Beck durch die Gegend geschleudert wurde und gegen eine Absperrung flog. Leider hat dies Karsten genausowenig beeinflusst, da er letztlich immer noch ein Ass im Ärmel hatte: Kurz vor einem möglichen Sieg Walters wurde Walter von seinem Tag Team Partner Robert Dreissker verraten und hintergangen. Und mit dieser schändlichen Titelverteidigung endete dann Tag 2.

Damit stellte sich für uns dann die nächste Frage: Was machen wir jetzt? Auf die Aftershowparty in der 360 Sports Bar hatte keiner wirklich Lust. Einige wollten ins Steffy’s zur 99 Cent-Party, aber letztlich war dann doch keiner von uns drin. Die einen, weil sie es für eine dumme Idee hielten – die anderen, weil ihnen der Eintritt zu teuer war. Letztlich einigte man sich darauf, erst etwas zu essen (z.B. in einem McDonalds, in dem man nach seiner Bestellung erstmal eine Nummer ziehen muss – zum Glück hatte ich Passierschein A38 schon ausgefüllt). Danach gings zurück ins Hostel. Da ein Hauptteil der Gruppe bereits ins Achterzimmer gestürmt war, mir das da drin aber zu eng geworden wäre, bin ich erstmal auf mein eigenes Zimmer gegangen. Dort habe ich noch ein paar Bierchen getrunken, ein bisschen gezockt und musste mich dann doch meinem Zustand beugen und bin schlafen gegangen. In Anbetracht der unterstellten und tatsächlichen Eskalationen in dieser Nacht war das sicherlich nicht die falsche Entscheidung…

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wXw 16 Carat Gold 2015 und Genickbruch.com-Usertreffen – Ein Erfahrungsbericht (Teil 1)

Seit 2007 hat es für mich bereits Tradition, mit dem 16 Carat Gold Tournament von Westside Xtreme Wrestling eines der bedeutendsten Wrestlingturniere in Europa besuchen. Die wXw ist die momentan größte Wrestlingpromotion in Deutschland und hat Partnerschaften mit verschiedenen Promotions in Nordamerika und Japan. Das Carat, eins ihrer größten jährlichen Events, hat bereits viele Wrestler gesehen, die in späteren Zeiten zu Stars bei WWE wurden, z.B. Cesaro, Seth Rollins, Dean Ambrose, Daniel Bryan genauso wie die noch bei NXT aktiven Sami Zayn, Adrian Neville oder Solomon Crowe. Grund genug, sich die mögliche nächste Generation WWE-Wrestler anzuschauen, zumal der angekündigte Stargast Uhaa Nation Gerüchten zufolge bereits einen Vertrag bei WWE unterschrieben haben soll, während Axel Tischer, einer der deutschen Teilnehmer im Feld, im nächsten Monat zumindest versucht, schon mal in den Vereinigten Staaten Fuß zu fassen.

 

Die Vorgeschichte

Wie dem auch sei, eigentlich war der Termin des Carats bekannt, und ich wollte sehr gerne hin. Es wäre mein 9. Carat in Folge gewesen, und das bei der 10jährigen Jubiläumsausgabe. Das sollte man ja nicht verpassen. Allerdings haben meine Freunde, die sonst immer bei wXw mit dabei waren, dieses Mal aufgrund anderer Termine absagen müssen. Das wäre ärgerlich gewesen, aber es gab ja noch das internationale Usertreffen von Genickbruch.com, einer deutschsprachigen Wrestling- und MMA-Community, in der ich ebenfalls aktiv bin. Also mal mit den Jungs gesprochen, die Übernachtungspreise mit den potenziellen Fahrtkosten abgeglichen, noch ein paar Absprachen getroffen, et voilà – das Carat war gerettet. So konnte ich die Jungs zudem länger sehen, als es bei normaler Pendelei möglich gewesen wäre.

 

Die letzten Tage vor dem Carat

Die Zeit verging, das Carat rückte immer näher – und 2 Tage, bevor ich hin wollte (ich habe mir nur Tag 2 und 3 des dreitägigen Turniers angeschaut), erwischt mich eine Erkältung. Aber so richtig: Nasennebenhöhlen komplett zu, Kopfschmerzen…meine einzige Hoffnung war, das ganze irgendwie durchzustehen. Ich habe also Vitamin C und Medikamente in mich reingepumpt, um halbwegs wieder fit zu werden, und beim halbwegs ist es dann auch geblieben. Der Schnupfen ist nicht komplett verschwunden, und auch ein gewisses Kratzen im Hals ist geblieben, aber wenigstens war ich klar und fit genug, um mehrere Stunden Autofahrt und noch mehr Stunden Show mitnehmen zu können.

 

Kino Review: 22 Jump Street

22_Jump_Street_Poster

Regie: Phil Lord, Christopher Miller

Darsteller: Jonah Hill, Channing Tatum, Ice Cube, Peter Stormare, Amber Stevens, Jillian Bell, Wyatt Russell, Jimmy Tatro, Nick Offerman, Queen Latifah

Laufzeit: 112 Minuten

Kinostart in Deutschland: 31. Juli 2014

FSK:  ab 12 Jahren
Was macht man, wenn man eine Review zu einer Fortsetzung schreiben soll, obwohl man den ersten Teil noch nicht gesehen hat? Aufgeben? Verzweifeln? Von anderen abschreiben? Oder einfach hoffen, dass sich der Nachfolger nicht so stark auf den ersten Teil bezieht und eine grundsätzlich neue Handlung bietet? Naja, wie ihr lesen könnt, habe ich mich jetzt einfach mal an die Herausforderung gesetzt, und nachdem ich seit vielen Monaten endlich mal wieder in einer Sneak war, gibt es nun auch endlich wieder eine Sneak Review, die ich aufgrund der späten Veröffentlichung einfach Kino Review nenne.

 

Zur Handlung:

2 Jahre nach ihrem Erfolg im „21 Jump Street“-Programm sind die Undercover-Cops Schmidt (Hill) und Jenko (Tatum) nach wie vor gemeinsam im Einsatz. Nach einem gescheiterten Versuch, den Drogenhändler Geist (Stormare) zu fangen, werden die Beiden von Deputy Chief Hardy (Offerman) ins Jump Street-Programm zurückversetzt, das jetzt allerdings in einer Kirche in 22 Jump Street anzutreffen ist. Der Leiter des Programms, Captain Dickson (Cube) gibt den Beiden den Auftrag, in einem College zu ermitteln, in dem die neue Droge WHYPHY bereits für ein Todesopfer gesorgt hat.

Unter den Decknamen, die sie schon in der High School benutzt haben, nehmen beide an den Kursen teil, an denen auch das Opfer teilgenommen hat. Doch während sich Jenko schnell mit den Footballspielern Zook (Russell) und Rooster (Tatro) anfreundet, hat es Schmidt ungleich schwerer, sich in das Collegeleben einzufügen. Erst, als er sich in seine Kommilitonin Maya (Willams) verliebt, die er bei einem Poetry Slam kennen lernt, kommt auch er besser mit dem Studentenleben zurecht. Dennoch hat Schmidt weiterhin Integrationsprobleme, was auch zu Problemen mit Jenko führt, der auch dank Zook und Rooster zu einem beliebten Studenten wird. Und diese Probleme drohen, nicht nur das Team, sondern auch den Fall platzen zu lassen…

 

Kritik:

Undercover-Duo schleicht sich in ein für sie ungewohntes soziales Umfeld ein in der Hoffnung, einen Kriminellen festnageln zu können. Das Thema ist nicht neu, und auch die komödiantische Umsetzung ist nicht neu. Warum funktioniert 22 Jump Street trotz des nicht innovativen Konzepts und der durchaus vorhersehbaren Handlung? Weil man nichts auf die offensichtlichen Schwächen gibt, die Darsteller frisch sind und deren Chemie einfach stimmt. Egal ob Channing Tatum, der bei den etwas dümmlich wirkenden Footballern seine Peer Group findet, Jonah Hill, der letztlich zu den Nerds und Künstlern geht, aber auch ein Ice Cube, der den knallharten Captain wirklich großartig spielt, es ist einfach ein stimmiger Cast.

Ansonsten ist die Umsetzung eine klassische, für ein junges Publikum gedachte Actionkomödie. Sehr viel Tempo, sehr viel Witz (sogar überraschend viel Wortwitz), dazu schnelle Kamerafahrten und ein moderner Soundtrack. Eine passende visuelle und akustische Umsetzung des Stoffs. Auch der Umstand, dass es „nur“ eine Fortsetzung einer durchaus erfolgreichen Komödie ist, ist in diesem Fall nicht kontraproduktiv. Im Gegenteil, man besitzt genug Selbstironie, um auch diesen Umstand gelungen zu persifilieren. Kleiner Tipp: Auf jeden Fall auch den Abspann genießen, da gibt es noch einige lustige Szenen zu sehen.

 

Fazit:

22 Jump Street hat alle Chancen, die Komödie des Sommers zu werden. Anstatt einen lahmen Aufguss zu liefern, bietet der neue Teil viel Tempo und mit Seth Rogen Jonah Hill und Channing Tatum ein wirklich unterhaltsames und immer noch frisches Duo. Auf jeden Fall empfehlenswert!

 

Bewertung: 8 von 10 Punkten.

24h-Rennen 2014 – Viel Licht und viel Schatten

So, nach längerer Zeit habe ich endlich die Gelegenheit gefunden, meine Eindrücke zum diesjährigen 24h-Rennen niederzuschreiben. Es war wie immer ein gelungenes Wochenende, das sehr viel Licht, aber auch sehr viel Schatten bot. Mit ausreichend Abstand setze ich mich jetzt mal dran, alles in Ruhe aufzuarbeiten.

 

Dienstag und Mittwoch: Vorgeplänkel

Traditionell trifft sich Dienstag abends unsere Gruppe, um in unserem Postenbereich (Posten 88 bis 91 – Arembergkurve) alles für das große Event vorzubereiten. Die Wohnwagen werden hingestellt, Zelte aufgeschlagen, alles wird schon mal gemütlich eingerichtet. Der Termin am Dienstag hat zudem den Vorteil, dass bei der Dokumentenübergabe für die Sportwarte das Gedränge nicht allzu groß ist. Man geht schnell in den Container mit seiner Einsatzbestätigung und erhält dafür die Park- und Campingunterlagen, die Sportwart-Karte (nebst Armband, das in diesem Jahr ENDLICH mal aus Stoff war und nicht aus Papier, das beim Duschen richtig eklig wird und ansonsten nur abzureißen droht), die Gastkarte sowie Programm und ein kleines Geschenkepaket. Dieses Jahr waren im Paket eine Kappe vom 24h-Rennen (sehr nett) und ein Päckchen vom TÜV Rheinland mit einer TÜV-Kappe (okay), einer Taschenlampe (immer nützlich) und einer Warnweste (pack ich bei Gelegenheit mal ins Auto). Nachdem ich dort alles erledigt habe, gings erstmal zur Quiddelbacher Höhe, dort wurde sich dann mit den anderen getroffen und im Korso über die Nordschleife die Armenbergkurve angefahren. Manni, der das Ganze immer zusammen mit seinem Bruder Hubert organisiert und ansonsten bei VLN und RCN gelegentlich Hubert als Abschnittsleiter vertritt, nimmt die Ankunft traditionell immer auf Video auf, so auch in diesem Jahr. Naja, die Zelte etc. waren schnell und problemlos aufgebaut, nur die Bremsen sind ein gewisses Ärgernis. Komisch nur, dass die in der Regel ab Mittwoch nicht mehr in der Kurve auftauchen.

Nach dem Aufbauen bin ich jedenfalls erstmal wieder nachhause, während die meisten Anderen bereits dort übernachten. Ich hätte auch dort schlafen können, aber wenn man eine pflegebedürftige Person im Haus hat, möchte man die doch im seltensten Fall länger alleine lassen als nötig, auch wenn eine hinreichende Versorgung gewährleistet ist. Wie dem auch sei, ich wollte dann Mittwoch Nachmittag hochfahren – erst ins Fahrerlager, um der Anja, meiner sonstigen Postenkollegin, das Geburtstagsgeschenk zu überreichen, für das ich mich hinter ihrem Rücken mit einigen gemeinsamen Freunden verschworen habe. Wie die Bilder im meiner Bildergallerie beweisen, ist uns die Überraschung wirklich gelungen. Leider konnte ich jedoch die Geschenkübergabe erst am Abend in Angriff nehmen, weil wirklich zum bestmöglichen Zeitpunkt (ca. 2h vor meiner Abreise) ein Abfluss den Geist aufgibt, und ich erst warten musste, bis der Techniker das Malheur behoben hatte. Ein Stau auf der A61 aufgrund eines Unfalls (auf der Gegenspur!) gab meinem Ansinnen, meine Mitverschwörer nicht vollends zu verärgern, endgültig den Rest. Immerhin gabs dann für die Anja ihr persönliches Happy End.

Danach gings in die Kurve, dem Olli das gewünschte Modell des Porsche 911 von Clickvers.de übergeben, danach wurde gegrillt und ein paar Bierchen getrunken. Der letzte Abend vor der Arbeit muss ja standesgemäß ausklingen.

 

Donnerstag: Die Action geht los

Direkt am frühen Morgen dann das erste Event: Die Rundstrecken Challenge Nürburgring startet ihren Wertungslauf im Rahmenprogramm des 24h-Rennens. Traditionell ist das auch immer der Auftakt für viel Action bei uns am Posten (ich stand in diesem Jahr auf Posten 88, also direkt vor dem Eingang der Arembergkurve), da in unsere Parktasche gerne mal verunfallte Fahrzeuge vom Schwedenkreuz geschleppt werden. Und die 90 Grad-Kurve mit Kiesbett auf der Außenseite sorgen dann für den Rest. Überraschenderweise war es jedoch sehr ruhig bei der RCN, ein Trend, der sich durch fast alle Veranstaltungen des Wochenendes gezogen hat – zumindest bei uns. Rückblickend betrachtet kann ich mich an keinen größeren Ausritt am Donnerstag erinnern. Naja, auch so ein Tag muss mal sein. Da Donnerstags auch das Nachttraining stattfindet, stand am Ende des Tages weniger Bier auf dem Programm.

 

Freitag: Ein kurzer Abstecher in die Heimat

Der Freitag ist dann stärker geprägt vom 24h-Rennen. Nach einem Training einer Rahmenserie, wo ein Clio in die Leitplanke eingeschlagen ist, was zu einer längeren Reparaturpause geführt hat, hatten die 24h-Teilnehmer ihr zweites Qualifying, in dem es dann bei uns wieder sehr ruhig war. Am Nachmittag stand dann das Rennen der 24h Classics an, aber ich habe die Gelegenheit mal genutzt, um mal nachhause zu fahren und nach meinem Vater zu schauen. Mein Aufenthalt zuhause ist zwar letztlich länger geworden als geplant, aber so konnte ich mich dann abends frisch geduscht und etwas erholter zurück auf den Weg zum Ring machen. Als ich dort ankam, war unser geplanter Besucher, der Raeder-Pilot Elmar Deegener glücklicherweise noch kurz da. So konnte ich ihm wenigstens noch Hallo sagen, bevor er wieder zurück zu seinem Team musste. Der Abend ist dann auch nicht mehr so lang geworden, da es effektiv die letzte Möglichkeit war, nochmal etwas länger zu schlafen.

 

Samstag oder: Geisteskranke an allen Ecken

Der Samstag hat direkt mit einer „erfreulichen“ Meldung begonnen. Wir haben erfahren, dass irgendjemand im Adenauer Forst das Auto eines Sportwarts angezündet haben soll. Das Auto war hinüber, und einige Zelte im Umkreis des Autos wurden beschädigt, so dass letztlich 9 Kollegen abgereist sind. Mal ehrlich, abgesehen davon, dass es eine Straftat ist und Menschen gefährden kann: wie idiotisch muss man sein, um einfach mal das Auto eines anderen anzuzünden? Ansonsten blieb es auf und neben der Strecke erstmal friedlich, aber außer dem Rahmen- und Showprogramm lag sowieso wenig an.

Diese Friedlichkeit nahm jedoch ein jähes Ende, nachdem der Start zum Hauptrennen erfolgt ist. An allen möglichen Stellen auf der Strecke kollidieren Fahrzeuge, Sportwarte werden z.T. verletzt, es gibt immer wieder Gelbphasen und vermutlich auch die eine oder andere Strafe. Für die Truppe der Gas-Viper war das Rennen nach kurzer Zeit endgültig vorbei. Nachdem man in einer Doppelgelbzone ein Intervention Car (vermutlich) leicht touchiert hat und danach in einen anderen Rennteilnehmer gekracht ist, hat man auf Seiten der Rennleitung die Notbremse gezogen und das Team disqualifiziert. Ein guter und vernünftiger Schritt, doch es hätte mehr erwischen müssen. Es gibt auf Facebook nachweisbare Kommentare von Profi-Rennfahrern, die das Verhalten ihrer Fahrerkollegen gerade in der Startphase wirklich schwer kritiseren, .Das sollte wirklich als Zeichen gewertet werden, dass der Wahnsinn, der sich auch in den vorigen Läufen der VLN gezeigt hat, sich beim 24h-Rennen eben nicht in Wohlgefallen aufgelöst hat.

Genauso peinlich war die Einlage einiger Zuschauer, die der Ansicht waren, man könne in abgesperreten Sicherheitsbereichen „einfach so“ stehen, denn gerade im Bereich der Fuchsröhre mit Mitgliedern des sozialen Blocks der SPD ist auch mit dem Streckensicherungspersonal anzulegen. Der Gipfel der Unverfrorenheit war jedoch der Post eines Lesers, der wohl einer der Beschuldigten ist, aber dann ständig versucht hat, sein Verhalten durch eine öffentliche Diskussion zu rechtfertigen. Das ist billig, das ist schäbig und absolut unangebracht gewesen. Ich wäre ja dafür, solche Leute auch eiskalt loszuwerden, das erspart uns allen viel Zeit und Geld. Leider dürfte es praktisch kaum umsetzbar sein, allein weil die Nordschleife zu groß ist und es zu viele Lücken gibt, was die Überwachung der Strecke angeht, Aber es sollte auf jeden Fall etwas gemacht werden, da man ansonsten nur weitere Knallköpfe animiert, die bei so einem Mist dasselbe Spielchen wieder starten.

Abgesehen vom oben genannten Chaos war es bei uns wieder sehr ruhig.

 

Sonntag: Crashzeit

Schon am Abend geht die Diskussion los: Warum kommt es endlich zum großen Krach? Antwort: Sonntag Morgen gegen 3 Uhr. Wir wollten gerade den Posten an unsere Kollegen übergeben und eine Runde schlafen, als plötzlich ein größerer Pulk ankam und die Siegchancen des Black Falcon-SLS mit der Startnummer 14 erheblich verringert hat. Nachdem es auch schon in der Fuchsröhrer vereinzelte Unfälle gegeben hat, war am Ende der ganze Abschnitt unter doppelgelb, aber bis zum nächsten Wechseln um 9 blieb es ruhig. Um 9 gabs dann nochmal einen Wechsel, bei dem es wieder gekracht hat. Aber das war total harmlos. Ansonsten war der Tag recht ereignisarm. Die Entscheidungen waren gefallen, wir haben abgebaut, Geld verteilt und ein Gruppenfoto gemacht, und es war schön.

 

Fazit

Insgesamt hat mir das Wochenende vom 24h-Rennen sehr viel Spaß gemacht. Kein Wunder, dass es für viele der wichtigste Event des Jahres ist. Allerdings war ich nach dem WE auch froh, dass es vorbei war. Es war zwischendrin ziemlich stressig, man schläft sehr wenig und ist extrem standortgebunden. Wie dem auch sei, wenn man mich fragen würde, ob ich nächstes Mal wieder mitmache, dann würde ich eiskalt „ja“ sagen.

 

Damit möchte ich meinen ersten Rennbericht vorerst abschließen. Bilder zum Rennen findet ihr hier in meiner Gallery, ansonsten bietet die Fan-Seite des Raeder TTRS einige schicke Bilder zum Wochenende. Ich würde mich sehr über Feedback freuen, ansonsten danke ich Euch…Ihnen, liebe Leser dafür, dass Ihr so lange durchgehalten habt.

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