Kino Review: Assassin’s Creed

Assasin's Creed 2016

 

Regie: Justin Kurzel

Sprecher: Michael Fassbender, Marion Cotillard, Jeremy Irons, Charlotte Rampling, Brendan Gleeson, Michael K. Williams

Laufzeit: 116 Minuten

Kinostart in Deutschland: 27. Dezember 2016

FSK: ab 16 Jahren
Nach einer ziemlich langen Pause schaffe ich es endlich mal wieder, eine Kino-Review zu schreiben. Und nicht nur irgendein Review, sondern tatsächlich zu einem Film, der frisch in den Kinos erschienen ist. Wer nicht riskieren sollte, von meiner kleinen Review gespoilert zu werden, sollte jetzt besser aufhören zu lesen; dem Rest wünsche ich viel Spaß.

 

Zur Handlung:

Der Film beginnt mit einem Rückblick ins Mittelalter. Dort wird der Orden der Assassinen gezeigt, der wo ein Assassine auf das Kredo des Ordens eingeschworen wird. Danach folgt ein weiterer Rückblick, allerdings nur ins Jahr 1986 in die Baja California. Der junge Cal versucht sich an einem Sprung mit seinem Fahrrad, scheitert jedoch. Als er nachhause zurückkehrt, sieht er seine tote Mutter (Essie Davis) in der Küche sitzen. Sie wurde von Cals Vater (Brian Gleeson) ermordet, der Cal zur Flucht rät, während vor dem Haus verschiedene Fahrzeuge vorfahren. Cal flieht, während US-Beamte seinen Vater stellen.

Ein Sprung in die Gegenwart. Cal (Fassbender) sitzt nach dem Mord an einem Zuhälter im Huntsville Staatsgefängnis ein, wo er durch eine Giftspritze getötet wird. Dachte er zumindest, denn einen Tag später wacht er im Beisein von Sophia Rikkin (Cotillard) in einer Rehabilitationsanstalt der Abstergo Foundation in Madrid auf. Ohne größere Erklärungen wird Cal in ein Gerät namens Animus gesteckt, das ihm ermöglicht, die Erinnerungen seines Vorfahren Aguilar de Nerha erneut zu durchleben. In seiner ersten Reise in sein genetisches Gedächtnis erlebt er, wie Aguilar den Sohn des Sultans von Granada aus den Händen der katholischen Spanier zu befreien versucht. Gerade, als Aguilar den Jungen vor einem Abgrund gerettet hat, unterbricht Sophie die Regression.

Im Laufe der Zeit erfährt Cal, warum die Abstergo Foundation ihn vor dem Tod bewahrt hat: Cal ist der letzte Nachkomme einer Reihe von Assassinen, und sein Vorfahr Aguilar war der letzte, in dessen Besitz sich der Apfel von Eden befindet, ein Artefakt, das den genetischen Code für den freien Willen enthalten soll. Schon seit dem Mittelalter versucht der Templerorden, dieses Artefakt in seinen Besitz zu bringen, um den freien Willen und damit auch die Neigungen der Menschen zu Gewalt und Krieg auszuschalten. Alan Rikkin (Irons), Sophias Vater und Inhaber von Abstergo, hat der Anführerin der Templer, Ellen Kaye (Rampling) versprochen, aus Cals Erinnerungen den Aufenthaltsort des Apfels herauszufinden.

Eine zweite Regression Cals zeigt Aguilar bei der Flucht vor einer Hinrichtung, bei der er sich mit seiner Gefährtin Maria (Ariane Labed) vor dem Tod auf dem Scheiterhaufen retten kann. Es folgt eine wilde Verfolgungsjagd durch die Häuser Andalucias, bei der Maria und Aguilar bis auf die Spitze eines hohen Turms klettern. Als Aguilar von dem Turm in die Tiefe springt, bricht Cal die Regression ab und kann nur mit Mühe von Sophia und den herbeieilenden Sanitätern gerettet werden.

Nach diesem Zwischenfall schaltet sich Alan aktiv ein und bietet Cal eine Chance, sich an seinem Vater zu rächen. In einem Trakt der Einrichtung bringt er Cal und seinen Vater Joseph (jetzt gespielt von Brendan Gleeson) zusammen. Joseph erklärt Cal, was hinter den Planungen der Abstergo Foundation steckt; diese Thesen waren Cal auch schon von anderen Insassen, allen voran einem Voodoo-Assassinen namens Moussa (Williams) genannt worden, doch bis dahin hat Cal sie immer wieder verworfen.

Nach der Konfrontation mit seinem Vater kehrt Cal freiwillig zum Animus zurück und startet eine Regression. Diese führt ihn nach Granada, wo inzwischen der Sohn des Sultans gegen den Apfel von Eden getauscht werden soll. Der Sultan (Khalid Abdallah) stimmt dem Tausch zu, doch bevor die Katholiken mit dem Apfel den Palast verlassen können, greifen Agular und Maria ein. In dem Kampf wird Maria von dem schwarzen Ritter Ojeda (Hovik Keuchkerian) getötet. Aguilar kämpft in der Folge selber gegen Ojeda und schafft es, ihn mit Hilfe einer Handgelenksarmbrust Marias zu überwältigen und zu töten. Danach flieht Aguilar vor den Truppen der Templer aus dem Palast und rettet sich mit dem „Leap of Faith“ von einer Brücke.

Die Mechanik des Animus wird von dieser Aktion überlastet und bricht zusammen. Dennoch reicht die Leistung des Systems noch aus, um zu zeigen, wem Aguilar am Ende den Apfel überlassen hat: Christoph Columbus. Während die Rikkins nun alle Informationen haben, die sie haben wollten, und die Einrichtung verlassen, kommt es durch die übrigen Nachfahren von Assassinen zu einem Aufstand, bei dem die übrigen Wachen überwunden werden können. Cal hat unterdessen eine Vision seiner Vorfahren, deren Erinnerungen er in sich aufsaugt, und in welcher seine Mutter ihn das Kredo der Assassinen rezitieren lässt. Danach versucht Cal, den Helikopter der Rikkins zu verfolgen, doch dieser ist schon zu weit von der Einrichtung entfernt, um noch abgefangen werden zu können. In Sevilla finden die Rikkins schließlich das Artefakt im Grab von Columbus.

Bei einem Festakt der Templer in London soll der Apfel von Eden den übrigen Mitgliedern des Templerordens präsentiert werden. Unter die Gäste haben sich jedoch auch Cal und Moussa gemischt. Als es zur großen Präsentation des Apfels kommt, greifen die Assassinen ein, Cal tötet Alan Rikkin und flieht mit dem Apfel. Über die Leiche ihres Vaters gebeugt entschließt sich Sophia, ihre Forschungen zum Ende der Gewalt fortzuführen und schwört Cal Rache.

 

Kritik:

Da ist er also: Der nächste Versuch, aus einem durchaus erfolgreichen Videospiel-Franchise einen Film zu konzipieren. Und wie so viele ähnliche Filme leidet auch dieser unter dem Problem, dass man mehr oder weniger in die Handlung geworfen wird. Der Animus, der Orden der Assassinen, der Kampf gegen die Templer und Abstergo mögen für die Fans der Spielereihe bekannte Begriffe sein; dem durchschnittlichen Filmbesucher werden die Begriffe und Hintergründe jedoch viel zu spät erklärt. Immerhin dürfte den Fans noch gefallen, dass sich in der Abstergo-Einrichtung noch viele Assassinen-Waffen befinden, die aus den einzelnen Videospielen bekannt sein sollten.

Diese Liebe zum Detail in solchen Fragen spiegelt sich leider nicht im gesamten Film wider. Während die Sequenzen im Animus sehr spektakulär und spannend gestaltet sind, ist die gesamte Gegenwartshandlung sehr langatmig und dröge. Hinzu kommt, dass man es bei der Konzeptionierung der Story leider vergessen hat, einen Sympathieträger in die Handlung einzubauen: Cal ist ein griesgrämiger Kerl mit einem Hang zur Gewalt, Sophia distanziert-analytisch. Ihr Vater ist eindeutig ein megalomanischer Schurke, und selbst Nebencharaktere wie Moussa erscheinen bestenfalls dubios, was die Identifikation mit den Charakteren extrem erschwert. Dass der vorhandene Cast um Top-Schauspieler wie Michael Fassbender und Marion Cotillard es nicht schaffen kann, den Figuren Leben einzuhauen, zeugt davon, wie viel Potenzial in dieser Geschichte einfach nicht genutzt wird.

Um wenigstens einen positiven Aspekt nennen zu können, nenne ich die audiovisuelle Umsetzung der Story zuletzt. Der Film ist gerade in den historischen Szenen ganz auf Bombast gepolt, der auf der großen Leinwand am besten wirkt. Wenngleich der Film vor CGI strotzt und man das Gefühl hat, dass die nur eine historische Szene am PC entstehen lassen wollten, wirkt das mittelalterliche Andalucia mit der gewünschten Pracht…sofern man bei einer umkämpften Stadt von Pracht sprechen kann. Trotz des ungemein häufigen Einsatzes von CGI zeigt sich doch gerade in den Actionszenen, dass auch viel klassische Stuntarbeit eingesetzt wurde. Gerade Stuntleute mit Parkours-Erfahrung haben sich dort profilieren können, aber auch die Kampfszenen sind lupenrein choreographiert und nicht nur halbherzig durchprogrammiert.

Zu der wuchtigen Mittelalteroptik gehört natürlich auch der passende Sound dazu. Die Dolby-Anlage im Kino konnte vor sich hin wummern und dröhnen und wurde in den Kampfszenen gut ausgelastet. Lediglich der reguläre Soundtrack klang ein bisschen so, als hätte sich der Komponist ein bisschen zu sehr am THX-Sound orientiert. Wenn man davon absieht, passt die akustische Untermalung immerhin gut zu den Szenen.

 

Fazit:

Assassin’s Creed ist eindeutig die Art Film, die für das Kino gemacht ist: bombastische Soundeffekte, große Bildeinstellungen und durchaus packende Actionszenen sprechen für den Film. Leider schafft es der durchaus hervorragende Cast nicht, aus der durchaus drögen Story mehr rauszuholen bzw. diese etwas zu überspielen. Am Ende bleibt Popcorn-Kino, das zwischen kurzweiliger Action und langatmigen Szenen hin- und herwechselt wie zwischen mehreren Zeitebenen. Da die Story evident der Auftakt für eine längere Filmreihe bieten soll, verbleibt nur zu hoffen, dass die Produzenten bei einer eventuellen Fortsetzung die Fehler des Auftakts bedenken und sie in Zukunft zu vermeiden versuchen.

Bewertung: 5 von 10 Punkten.

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DVD-Review: Star Wars Episode VI: Die Rückkehr der Jedi-Ritter

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Regie: Richard Marquand

Darsteller: Mark Hamill, Harrison Ford, Carrie Fisher, Anthony Daniels, Kenny Baker, Alec Guinness, Peter Mayhew, David Prowse, Billy Dee Williams

Laufzeit: 129 Minuten

Erscheinungsjahr: 1983

FSK: ab 12 Jahren

 

Zur Handlung:

Es ist noch nicht lange her, seit Han Solo (Ford) in der Wolkenstadt vom Kopfgeldjäger Boba Fett (Jeremy Bulloch) gefangen genommen und in Karbonit eingefroren an Jabba the Hutt übergeben worden ist. Während Lando Calrissian (Williams) bereits verkleidet den Palast des Hutten auf Tatooine ausspioniert, versucht Leia (Fisher), verkleidet als Kopfgeldjäger und Chewbacca (Mayhew) scheinbar an Jabba ausliefernd, ihren Geliebten zu befreien. Zwar schafft sie es, Han aus dem Karbonit zu holen, wird dann aber selbst von Jabba gefangen genommen und versklavt.

Kurze Zeit später betritt Luke Skywalker (Hamill) Jabbas Palast und versucht diesen zu überzeugen, seine Freunde freizulassen. Jabba lehnt ab und versucht, Luke an seinen Rancor, ein riesiges Reptil zu verfüttern. Doch Luke schafft es, das Tier zu töten und wird deswegen zusammen mit seinen Freunden zum Tode verurteilt. Als sie allerdings an den Sarlacc verfüttert werden sollen, gelingt es Luke mit R2D2s (Baker) Hilfe, Jabba und seine komplette Entourage aufzuhalten und sich zu befreien.

Nach dieser Befreiungsaktion kehrt Luke nach Dagobah zurück, um seine Ausbildung beim alten Jedi-Meister Yoda (Frank Oz) abzuschließen. Allerdings ist Yoda inzwischen erheblich gealtert und liegt im Sterben. Auf seinem Sterbebett eröffnet Yoda Luke noch, dass er sich Vader stellen muss, und dass er nicht der letzte Skywalker sei, dann stirbt er. Obi-Wan (Guinness) bestätigt unterdessen, dass Luke noch einen Zwilling hat und erkennt, dass es sich dabei um Leia handeln muss.

Unterdessen planen die Rebellen einen erneuten Angriff auf das Imperium. Dazu wollen sie den neuen Todesstern, der im Orbit des kleinen Waldmonds Endor gebaut wird, zerstören. Dazu müssen sie einerseits einen kleinen Schildgenerator auf der Planetenoberfläche zerstören, während Lando und die anderen Flottenmitglieder einen Angriff auf den Todesstern selbst ausführen sollen. Han Solo übernimmt den Bodenangriff, zusammen mit Leia, Chewbacca, R2D2, C3PO (Daniels) und dem zurückkehrenden Luke.

Auf dem Planeten angekommen, wird Leia vom Rest der Truppe getrennt, als sie und Luke versucht haben, einige Sturmtruppler davon abzuhalten, Verstärkung anzufordern. Dabei trifft sie auf die kleinen, pelzigen Ureinwohner des Mondes, die Ewoks, welche sie als Gast aufnehmen. Währenddessen gerät der Rest des Kommandotrupps in eine Falle der Ewoks, und nur mit Hilfe von C3PO kann verhindert werden, dass die übrigen zugunsten des goldfarbenen Droiden geopfert werden. Die Ewoks erklären sich bereit, den Rebellen zu helfen, und in der Nacht vor dem Angriff auf den Schildgenerator erklärt Luke Leia, dass sie seine Zwillingsschwester ist.

Während sich der Rest des Trupps auf den Weg macht, den Generator anzugreifen, stellt sich Luke Darth Vader (Prowse) und versucht ihn zu überzeugen, sich der hellen Seite der Macht zuzuwenden. Vader lässt sich davon jedoch nicht erweichen und bringt Luke zum Imperator (McDiarmid). Die Rebellen haben in der Zwischenzeit den Generator eingenommen und wollen ihn nun sprengen, als Palpatine Luke darüber aufklärt, dass er von dem Plan der Rebellen gewusst hat und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet hat. Während sich die Rebellenflotte einem Großteil der imperialen Flotte gegenüber sieht, wird die Truppe um Han und Leia von einer imperialen Spezialeinheit festgesetzt. Allerdings greifen nun die Ewoks zugunsten der Rebellen ein, so dass es auf Endor zu einer großen Schlacht kommt. Auch die Flotten beider Seiten bekriegen sich aufs Äußerste, während Palpatine Luke so sehr reizen kann, dass dieser mit dem Lichtschwert auf den Imperator losgehen will, was Vader jedoch verhindern kann. Im anschließenden Lichtschwertduell kann sich Luke durchsetzen, nachdem Vader angekündigt hat, man könnte ja seine Schwester für die dunkle Seite gewinnen, was dazu geführt hat, dass Luke seine Selbstbeherrschung verliert. Als der Imperator dann jedoch verlangt, dass Luke seinen Vater töten soll, schaltet er sein Lichtschwert ab und weigert sich. Daraufhin will Palpatine Luke töten.

Unterdessen haben es die Rebellen auf Endor geschafft, die imperialen Einheiten zurückzuschlagen und den Schutzschild zu zerstören, was der Flotte und vor allem Lando die Chance gibt, in den Todesstern hineinzufliegen und den Reaktorkern zu zerstören. Gleichzeitig entscheidet sich Vader, seinem Sohn zu helfen und stürzt Palpatine in einen Ventilationsschacht, wobei er jedoch selbst tödlich von Palpatine verletzt wird. Kurz bevor die Station explodiert, bedankt sich Vader noch bei Luke, dass dieser an ihn geglaubt hat, und stirbt.

Luke schafft es gerade noch, den Körper seines Vaters in ein Shuttle zu tragen und den Todesstern zu verlassen, bevor dieser endgültig kollabiert.

Am Ende feiern alle Rebellen den Sieg über das Imperium und das Ende der Herrschaft von Palpatine. Leia gesteht Han ihre Liebe, und dass Luke lediglich ihr Bruder ist. Luke bestattet seinen Vater und sieht am Ende Obi-Wan, Yoda und Anakin (Hayden Christensen) als Macht-Geister, die stolz auf den letzten Jedi-Ritter blicken.

 

Kritik:

Nach dem furios geratenen zweiten Teil der Trilogie kommt nun also der Abschluss der berühmtesten Saga seinerzeit; 6 Jahre, nachdem der erste Teil überraschend zu einem Riesenerfolg geworden ist, wollte George Lucas diesen Zyklus seines Weltraum-Märchens abschließen. Dazu konnte er zwar auf den kompletten Cast der früheren Teile zurückgreifen, musste Lucas den Regisseursposten erneut vergeben, und dieses Mal fiel seine Wahl auf den Briten Richard Marquand, der bislang lediglich mit dem Spionagethriller „Die Nadel“ bekannt war.

Und es mag an dieser Neubesetzung liegen, es mag aber genauso gut dem Zeitgeist der frühen 1980er Jahre geschuldet sein, aber es fällt auf, dass sich Marquands „Star Wars“ stilistisch stärker von den beiden Vorgängerteilen absetzt. Nicht nur wirkt die Präsentation etwas nüchterner als in den Vorgängerteilen, auch wird der in Episode V noch geschickt aufgebaute Spannungsbogen immer weiter geschleppt, bis dann beim großen Showdown die Luft leider schon raus ist. Zumindest wirkt die Inszenierung sehr langatmig und schwerfällig, und selbst der neue Wendepunkt in der Geschichte, nämlich dass Luke und Leia Geschwister sind, bietet keinen neuen Oha-Effekt.

Ansonsten liefern die Schauspieler eine solide Leistung ab, und John William’s Soundtrack ist wie immer hörenswert. Die zusätzlichen Szenen (z.B. Bilder von den Siegesfeiern auf Coruscant) sind optisch schön umgesetzt, leider merkt man bei den nachsynchronisierten Stellen erneut, dass Rainer Schöne nun mal nicht Heinz Petruo ist (vgl. die DVD-Review zu „Das Imperium schlägt zurück).

 

Fazit: Leider handelt es sich bei „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ um den meiner Meinung nach schwächsten Film der klassischen Trilogie. Zu schwerfällig wirkt die Inszenierung, zu langatmig wird eine Handlung, die Stoff für maximal eineinhalb Stunden hergibt, auf über zwei Stunden gestreckt. Man hätte den Abschluss der Saga weitaus würdiger gestalten können, so muss man sich mit einem zufriedenstellenden, aber keinem begeisternden Ende zufrieden geben.

Bewertung: 6 von 10 Punkten.

Da es sich bei der DVD um eine Scheibe aus derselben DVD-Box handelt, die ich auch für meine Rezension von „Das Imperium schlägt zurück“ verwendet habe, verweise ich für meine Anmerkungen zur DVD selbst auf meine vorige Rezension.

Gesamtbewertung:

  • Film (70%): 6 von 10 Punkten
  • DVD (30%): 10 von 10 Punkten
  • Gesamtbewertung (100%): 7,2 von 10 Punkten

 

Shoppingtipp:

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TV-Tipp: Star Wars: Krieg der Sterne

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Regie: George Lucas

Darsteller: Mark Hamill, Harrison Ford, Carrie Fisher, Anthony Daniels, Kenny Baker, Alec Guinness, Peter Cushing

Laufzeit: 120 Minuten

Erscheinungsjahr: 1977

FSK: ab 6 Jahren

 

Zur Handlung:

Es herrscht Bürgerkrieg in der Galaxie. Der Sternzerstörer des finsteren Darth Vader (David Prowse) entert das Schiff, auf dem die abtrünnige Senatorin Leia Organa (Fisher) mit den Bauplänen zu einer riesigen Kampfstation, dem Todesstern, zu den Rebellen reisen wollte. Bevor Leia gefangen genommen werden konnte, konnte sie die Pläne jedoch dem Droiden R2D2 (Baker) geben, der zusammen mit seinem Freund C3PO (Daniels) auf den nahe gelegenen Wüstenplaneten Tatooine fliehen kann.

Dort treffen die beiden auf den jungen Luke Skywalker (Hamill), der auf der Farm seines Onkels lebt. Als R2 flieht, um zu einem Obi-Wan Kenobi (Guinness) zu gelangen, verfolgt ihn Luke zusammen mit C3PO, wobei er auf Kenobi trifft. Dieser erklärt ihm, dass sein Vater früher ein Jediritter gewesen ist.

Als die Händler, die Luke und seinem Onkel die Droiden verkauft hatten, von Luke und Obi-Wan tot aufgefunden worden sind, macht sich Luke zurück auf dem Weg zur Farm, wo er allerdings nur verkohlte Leichen findet. Entsetzt kehrt er zu Obi-Wan zurück und erklärt sich bereit, diesen nach Alderaan zu begleiten, wohin Kenobi die Droiden und die Pläne bringen sollte. In dem Raumhafen Anchorhead finden die beiden mit dem Schmugglerpärchen Han Solo (Ford) und Chewbacca (Peter Mayhew) zwei Piloten für dieses Projekt.

Unterdessen versuchen Vader und der Grandmoff Tarkin (Cushing), von Leia den geheimen Stützpunkt zu erfahren, doch die Senatorin und Prinzessin von Alderaan verrät nichts. Erst, als Tarkin mit der Zerstörung ihrer Heimat droht, nennt sie einen Namen, was Tarkin jedoch nicht davon abhält, Alderaan dennoch zu zerstören.

Als Solo mit seinem Schiff, dem Millenium Falcon, bei Alderaan eintrifft, findet er jedoch nur ein Trümmerfeld vor – und eine riesige Raumstation, in deren Traktorstrahl der Falcon gerät. Kenobi erklärt sich bereit, den Traktorstrahl auszuschalten. Luke und Han sollten eigentlich in der Nähe des Schiffs warten, doch als Luke entdeckt, dass Leia ebenfalls auf der Station ist, überzeugt er Han, die Prinzessin zu befreien. Letztlich gelingt es den beiden und Chewbacca, die Senatorin aus ihrer Zelle zu holen und zum Schiff zu geleiten. Nachdem Kenobi den Traktorstrahl deaktiviert hat, begibt er sich auch zum Schiff zurück, wird jedoch von Darth Vader aufgehalten. Nach einem kurzen Duell stirbt Kenobi, ermöglicht es jedoch dem Falcon zu fliehen.

Allerdings hat das Imperium einen Signalgeber an den Falcon montiert, der sie zum Versteck der Rebellen führt. Die Rebellen versuchen gleichzeitig, mit einem gezielten Angriff den Todesstern auszuschalten. Kurz, bevor der Todesstern in Angriffsposition gelangt, schafft es Luke, eine Rakete in den Kern der Anlage zu jagen und diesen zu zerstören. Tarkin wird dabei getötet, Vader, der versucht hat, die Station in einem Jäger zu verteidigen, wird in die Weiten des Alls geschleudert.

In der letzten Szene sehen wir dann, wie unsere Helden für ihren Einsatz geehrt werden.

 

Kritik:

Ich denke, viel ist zu dem Film nicht zu sagen. Eine klassische Gut gegen Böse-Situation, für die damalige Zeit hochwertige Special Effects und ein Soundtrack von John Williams, der eine ganze Marke geprägt hat. Star Wars ist eins der bedeutendsten Franchises der Filmgeschichte, und mit diesem Film hat alles begonnen. Natürlich hat die Story ihre Schwächen, und auch die Charaktere waren recht eindimensional, aber es wäre nicht gerecht, den Film aus heutiger Perspektive zu beurteilen.

Fazit: Star. Wars. Es gibt nur wenige Filme, die einen solchen Einfluss auf die Popkultur hatten wie dieser. Trotz seiner Schwächen und aus heutiger Sicht enttäuschenden Handlung eine absolute Empfehlung.

Bewertung: 7 von 10 Punkten.

Star Wars: Krieg der Sterne läuft heute, am 13.08.2010, ab 20.15 auf Pro Sieben.

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TV-Tipp: Star Wars Episode III: Die Rache der Sith

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Regie: George Lucas

Darsteller: Ewan McGregor, Natalie Portman, Hayden Christensen, Christopher Lee, Ian McDiarmid, Samuel L. Jackson

Laufzeit: 134 Minuten

Erscheinungsjahr: 2005

FSK: ab 12 Jahren

Zur Handlung:

Der Bürgerkrieg zwischen der Konföderation und der Republik ist inzwischen voll ausgebrochen. In einem Sensationsstreich hatten es Darth Tyranus (Lee) und der Konföderierten-General Grievous geschafft, den Obersten Kanzler Palpatine (McDiarmid) von Coruscant zu entführen. Über dem Planeten kommt es zu einer riesigen Raumschlacht, in der die Jedi Obi-Wan Kenobi und sein ehemaliger Schüler Anakin Skywalker den Auftrag bekommen, den Kanzler zu befreien. Mit einigen Tricks schaffen die beiden es, auf Grievous‘ Flaggschiff zu gelangen und dort die Konfrontation mit Dooku/Tyranus zu erzwingen. Während Obi-Wan schnell überwunden wird, schafft es Anakin, seinen Gegner zu entwaffnen und zu stellen. Palpatine überzeugt Anakin, den Jedi-Kodex zu ignorieren und Dooku zu töten, anstelle ihn zu verhaften, damit es zu einem ordnungsgemäßen Prozess kommt. Während Grievous von dem waidwunden Schiff fliehen kann, versucht Anakin, das Schiff auf der Planetenoberfläche von Coruscant zu landen.

Zuhause angekommen erfährt Anakin von seiner Frau Padmé (Portman), dass diese schwanger ist. In den folgenden Nächten hat er desöfteren Albträume, in denen er Padmé sterben sieht. Anakin hofft, in den Jedi-Archiven Hilfe zu finden, doch die benötigten Daten stehen nur Meistern offen. Da kommt es ihm recht, dass Palpatine Anakin zu seinem Gesandten im Jedi-Rat machen will – wobei Palpatine dies nutzen will, um einen Spion in Reihen des Rates zu haben. Die Meister gewähren Anakin den Platz im Rat, verweigern ihm jedoch den Rang eines Meisters, was Anakin erzürnt. Zudem wird Anakin aufgetragen, den Kanzler zu überwachen, während sich Obi-Wan auf den Weg nach Utapau macht, wo Grievous vermutet wird.

Palpatine nutzt Obi-Wans Abwesenheit, um Anakins Zweifel an der Weisheit des Rates zu untermauern, indem er behauptet, dass sich Jedi und Sith im Grunde ähneln, und indem er versucht, Anakin von der großen Macht der dunklen Seite zu überzeugen. Während sich Obi-Wan auf Utapau ein größeres Gefecht mit der Droidenarmee und Grievous liefert, offenbart sich Palpatine Anakin gegenüber als Darth Sidious, dem dunklen Lord der Sith, den die Jedi schon seit über 10 Jahren gesucht hatten. Entsetzt wendet sich Anakin ab und unterrichtet Mace Windu (Jackson) über den Kanzler, während es Obi-Wan gelingt, Grievous in einem Duell zu bezwingen.

Windu betritt mit den Jedi-Meistern Saesee Tiin, Kit Fisto und Agen Kolar das Büro des Kanzlers, um diesen festzunehmen. Palpatine zündet jedoch sein Lichtschwert und schafft es, sämtliche Meister bis auf Windu mit einem Handstreich zu töten. Zwischen Windu und Palpatine kommt es zu einem verbittert geführten Lichtschwertduell, wobei Windu auch Palpatines Machtblitze ablenken kann. Als Anakin das Büro betritt, hat Windu Palpatine gerade gestellt. Anakin will, dass der Kanzler ordnungsgemäß verhaftet wird, aber Windu will ihn direkt töten. Da Palpatine Anakin gegenüber Andeutungen gemacht hat, er könne das Leben von Padmé und ihrem Kind retten, blockt Anakin Windus tödlichen Hieb ab, was Palpatine ermöglicht, Windu mit Hilfe von Machtblitzen in die Tiefe stürzen zu lassen. Anakin verneigt sich nun vor dem dunklen Lord der Sith und erhält nun als dessen Schüler den Namen Darth Vader.

Während Vader den Auftrag erhält, den Jedi-Tempel einzunehmen, gibt Palpatine die „Order 66“ aus, ein den Klontruppen einprogrammierter Befehl, wonach diese die Jedi ausschalten sollen, falls diese einen Umsturz der Regierung planten. Nur wenige Jedi, unter ihnen Yoda und Obi-Wan, gelingt es, die Order zu überleben. Alle anderen Mitglieder des Jedi-Rats werden getötet.

Obi-Wan und Yoda kehren nach Coruscant zurück, wo Palpatine inzwischen das Galaktische Imperium ausgerufen hat. Vader verabschiedet sich von Padmé und reist nach Mustafar, wo er die Anführer der Separatisten ausschalten soll. Obi-Wan schafft es, Padmé davon zu überzeugen, dass Anakin der dunklen Seite anheimgefallen ist, und reist als blinder Passagier mit ihr nach Mustafar, während Yoda versucht, Palpatine im Senat zu stellen. Allerdings erscheint der Imperator als zu mächtig, dass sich der Jedi-Meister mit ihm messen könnte.

Padmé ist inzwischen auf Mustafar angekommen und stellt Anakin dort zur Rede. Dabei erkennt sie, dass Obi-Wan recht hatte; Anakin ist zur dunklen Seite gewechselt. Obi-Wan versucht nun, Anakin zu stellen, doch in seinem Wahn würgt der Sith-Schüler seine Ehefrau, bis diese bewusstlos zu Boden geht. Obi-Wan und Vader kämpfen nun auf dem ganzen Planeten, bis es Kenobi letztlich schafft, den verbliebenen gesunden Arm und beide Beine seines ehemaligen Schülers abzutrennen und ihn am Rand eines Lavastroms zurückzulassen. Während Obi-Wan mit der bewusstlosen Padmé abreist, um sich mit Yoda und dem ihnen freundlichen Senator Bail Organa (Jimmy Smits) zu treffen, landet Palpatine auf Mustafar, wo er die Reste von Vader rettet. Vaders Körper wird nun von Medi-Droiden in eine Rüstung mit Lebenserhaltungssystem eingepflanzt, während es die Droiden von Organa nicht schaffen, die Senatorin von Naboo zu retten: kurz, nachdem ihre Zwillingskinder Luke und Leia geboren sind, stirbt Anakins Frau, wie von diesem vorhergesehen.

Die Jedi beschließen, Luke und Leia zu trennen, um sie sicher aufwachsen zu lassen: Obi-Wan bringt Luke zu Anakins Stiefbruder Owen Lars nach Tatooine, wo er sich selbst in der Wüste niederlässt. Leia reist mit Bail Organa nach Alderaan, wo sie als Adoptivtochter der Königin aufwachsen soll.

Während Palpatine, sein Schüler Vader und der junge Moff Tarkin den Bau des ersten Todessterns beaufsichtigen, wächst auf Alderaan und Tatooine eine neue Hoffnung für die Galaxie heran…

 

Kritik:

Mit dem Abschluss der Prequel-Trilogie schliesst sich der Kreis – vorerst. George Lucas setzt wie immer auf prächtige Effekte und viel Pathos, um von den immernoch größtenteils oberflächlichen Charakteren und der ansonsten recht vorhersehbaren Story abzulenken. Da die Story allerdings dieses Mal sehr düster gehalten worden ist, fallen die Schwächen nicht allzu sehr ins Gewicht. Vielmehr ist man damit beschäftigt, den Fall des tragischen Helden zu beobachten, der eigentlich nur alle, die ihm etwas bedeuten, retten wollte, damit aber sein eigenes Schicksal endgültig besiegelt hat.

Eine weitere Ablenkung bieten die wirklich schon dargestellten Massenschlachten: schon die Schlacht um Coruscant am Anfang des Films wirkt beeindruckend, genauso wie die Bilder von den Kriegsschauplätzen wie Kashyyk und Utapau, und die finale Schlacht auf Mustafar. Dazu die gekonnten Kompositionen von John Williams, einfach eine Pracht.

 

Fazit: Als Standalone-Film wäre „Die Rache der Sith“ wahrscheinlich für niemanden besonders prickelnd (was eigentlich auf alle Star Wars-Teile zu trifft), als Teil der ersten Trilogie sorgt er jedoch für einen gelungenen Abschluss. Viele lose Enden, die nicht sowieso von begeisterten Autoren für Romane im so genannten „Expanded Universe“ verwendet worden sind, werden nun aufgegriffen und erklären Aspekte, die in der klassischen Trilogie als gegeben hingenommen werden. Nichts desto trotz handelt es sich bei dem Film um gelungenes Popcorn-Kino der besten Sorte und somit um einen Film, der an einem Sonntagabend perfekt zur leichten Unterhaltung dient.

Bewertung: 8 von 10 Punkten.

Star Wars Episode 3: Die Rache der Sith läuft heute abend ab 20.15 auf Pro Sieben!

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TV Tipp: Star Wars Episode II: Angriff der Klonkrieger

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Regie: George Lucas

Darsteller: Ewan McGregor, Natalie Portman, Hayden Christensen, Christopher Lee, Ian McDiarmid, Temuera Morrison, Samuel L. Jackson

Laufzeit: 137 Minuten

Erscheinungsjahr: 2002

FSK: ab 12 Jahren

Zur Handlung:

Seit den Vorgängen von „Die dunkle Bedrohung“ sind inzwischen 10 Jahre vergangen, und aus dem kleinen Jungen Anakin Skywalker ist inzwischen ein junger Mann (Christensen) geworden, der von seinem Meister Obi-Wan Kenobi (McGregor) zu einem Jedi ausgebildet werden soll. Als sie gerade wieder auf Coruscant eingetroffen sind, treffen sie auf Padmé Amidala (Portman), die nach ihrer Amtszeit nun als Senatorin dem Volk von Naboo dient. Die beiden Jedi werden als Beschützer von Amidala eingesetzt, nachdem diese bei ihrer Ankunft auf Coruscant nur knapp einem Attentat entgangen ist. Als in der Nacht ein erneutes Attentat auf Amidala stattfindet, sind die beiden zur Stelle und schaffen es nach einer halsbrecherischen Verfolgungsjagd in den Straßen von Coruscant, die Attentäterin (Leeanna Walsman) zu finden, welche jedoch von einem unbekannten Kopfgeldjäger getötet wird, bevor Obi-Wan und Anakin verwertbare Informationen von ihr erhalten können.

Um der Sache besser auf den Grund gehen zu können, beschließen die Jedi, sich zu trennen. Während Anakin mit Padmé als Flüchtlinge getarnt nach Naboo zurückkehrt, macht sich Obi-Wan auf den Weg zum Planeten Kamino, da die Waffe, die die Attentäterin Zam Wesell getötet hat, von diesem Planeten stammt. Bei einem Treffen mit Kaminoanern erfährt er, dass der verstorbene Jedi-Meister Sifo-Dyas bereits vor 10 Jahren eine Armee aus Klonkriegern bei den Kaminoanern bestellt hat. Als Obi-Wann den DNA-Spender für die Armee kennenlernen will, stellt sich heraus, dass es sich dabei um einen Kopfgeldjäger namens Jango Fett (Morrison) handelt. Dieser verneint jedoch, von einem Sifo-Dyas angeworben worden zu sein, sondern behauptet, ein Mann namens Tyranus habe ihn angeheuert. Da Obi-Wan Fett verdächtigt, an den Attentaten auf Amidala beteiligt zu sein, will er diesen festnehmen. Fett schafft es jedoch mit Hilfe seines Sohns Boba (Daniel Logan), der Festnahme zu entgehen, aber Obi-Wan kann einen Peilsender am Schiff des Kopfgeldjägers befestigen.

Währenddessen kommen sich Anakin und Padmé auf Naboo näher. Anakin ist in Padmé verliebt, seit er sie das erste Mal gesehen hat, doch zunächst wird seine Liebe nicht erwidert, da Padmé in ihm immer noch den kleinen Jungen aus dem Laden auf Tatooine sieht. Dennoch begleitet sie ihn nach Tatooine, nachdem Anakin wiederholt Albträume hatte, in denen er seine Mutter leiden sah. Auf Tatooine angekommen wenden sich die beiden zunächst an Anakins alten Besitzer Watto (Andrew Secombe), der die beiden aufklärt, dass ein Farmer namens Clieg Lars (Jack Thompson) Shmi gekauft und später geheiratet hätte. Lars kann bestätigen, dass Shmi bei ihm gelebt hat, allerdings wurde sie von Sandleuten entführt, und ihre Überlebenschancen wären sehr gering. Dennoch bricht Anakin auf und schafft es tatsächlich, seine Mutter zu finden. Allerdings ist sie durch die Folter der Sandleute so geschwächt, dass sie schließlich in seinen Armen verstirbt. Außer sich vor Zorn verstößt Anakin gegen den Kodex der Jedi und vernichtet aus purer Rachsucht das komplette Lager der Tusken, einschließlich aller Frauen und Kinder des Dorfes.

Nach seiner Rückkehr empfangen Padmé und Anakin ein Signal von Obi-Wan. Dieser ist Fett bis zum Planeten Geonosis gefolgt, wo er eine Versammlung der Separatisten beobachtet hat, die vom abtrünnigen Jedi Count Dooku (Lee) geleitet worden ist. Während der Überträgung wird Obi-Wan jedoch von Kampfdroiden angegriffen und letztlich überwältigt. Padmé und Anakin übermitteln die Nachricht an den Jedi-Rat und brechen nach Geonosis auf, während die Jedi-Meister Yoda (Frank Oz) und Mace Windu (Jackson) versuchen, auf Coruscant Unterstützung für die Jedi zu sammeln. Auf Geonosis werden unterdessen auch Anakin und Padmé gefangen genommen und genau wie Obi-Wan zum Tod in der Arena verurteilt. Dennoch schaffen es die drei, der Tötung durch die wilden Tiere so lange zu entgehen, bis Windu mit zahllosen anderen Jedi auf Geonosis eintrifft, um die drei zu befreien. Dennoch stehen die Chancen der Jedi schlecht, da die Separatisten ihre Kampfdroiden in die Arena geschickt haben. Während die Jedi um ihr Leben kämpfen, erreicht schließlich Yoda mit den Klontruppen von Kamino den Planeten. Nachdem der Senat Kanzler Palpatine (McDiarmid) Notstandsvollmachten erteilt hat, hat der Naboo-Abgeordnete Jar-Jar Binks (Ahmed Best) in Vertretung von Amidala die Aufstellung einer Armee der Republik beantragt, was Yoda die Möglichkeit gab, die Klonarmee im Namen der Republik zu verwenden, um in der Schlacht von Geonosis Anakin, Obi-Wan und Padmé zu befreien. Dooku schafft es zunächst zu fliehen, wird aber bei seinem Raumschiff von Obi-Wan und Anakin gestellt. In einem spektakulären Lichtschwert-Duell schafft es der ehemalige Jedi, die beiden jüngeren Kämpfer problemlos auszuschalten und Anakins Schwerthand abzutrennen, bevor die beiden von Yoda gerettet werden. Erst der alte Jedi-Meister schafft es, gegen den Gefallenen zu bestehen, muss diesen jedoch ziehen lassen, als er Obi-Wan und Anakin erneut retten muss.

Dooku flieht nach Coruscant, wo er sich als Darth Tyranus offenbart, der neue Schüler des dunklen Sith-Meisters Darth Sidious. Diesem übergibt er die Pläne für eine gewaltige Kampfstation (den Todesstern), der zum Symbol für den Aufstieg der Sith darstellen sollte.

Während dessen heiraten Anakin und Padmé in einer heimlichen Zeremonie auf Naboo, nachdem Padmé Anakin in der Arena von Geonosis ihre Liebe gestanden hat. Ein letzter glücklicher Moment für das junge Paar, denn der Schatten des Krieges lastet bereits schwer auf der Republik…

Kritik:

“Du bist erwachsen geworden.” Jener Satz, den Padmé Amidala leicht spöttisch zu Anakin Skywalker sagt, könnte genauso gut auf den zweiten Teil der Prequel-Trilogie zutreffen. Während Episode I bunt und farbenfroh, beinahe kindgerecht geraten ist, präsentiert sich “Angriff der Klonkrieger” erwachsener, nüchterner, düsterer. Während Naboo sich zunächst als naturbelassenes Paradies dargestellt hat und Coruscant zunächst den Glanz einer Hauptstadt verkörperte, haben sich die Präsentationen in Episode II stark verändert. Naboo wirkt zwar immer noch naturbelassen und paradiesisch, allerdings wirken die Landschaften nun reifer und betonen stärker die romantische Beziehungen zwischen den beiden Hauptcharakteren. Coruscant wird jedoch von einer prachtvollen Metropole zu einem grellen, im Neonlicht leuchtenden Moloch mit überfüllten Verkehrswegen, Drogenhändlern und kleinen Spelunken.

Ähnliches lässt sich über die Charaktere sagen: Während in Episode I betont zwischen guten und bösen Charakteren differenziert worden ist, verwischen in Episode II langsam die Grenzen zwischen gut und böse. Am deutlichsten wird das in der Entwicklung von Anakin Skywalker, der spätestens mit dem Mord an den Tusken den Weg des sauberen Helden verlässt und beweist, dass auch ein Held zu moralisch fragwürdigen Handlungen fähig ist. Rund um den Helden entwickeln sich dementsprechend auch die Feindbilder anders: die Sith geben sich freundlich, nahezu schmeichlerisch und rechtfertigen ihre Handlung offener als die Jedi, bei denen gerade Mace Windu, aber auch Yoda mit Vorbehalten gegenüber Anakin zu kämpfen haben. Einzig Obi-Wan gibt sich als Idealmenschen, der sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht in moralische Konflikte hineinziehen lässt, sondern stattdessen als allen gegenüber loyaler Vermittler zwischen seinen Verbündeten steht, gleichzeitig aber ohne zu zögern gegen ihre Feinde vorgeht.

Glücklicherweise hat George Lucas auch dieses Mal ein glückliches Händchen mit seiner Besetzung bewiesen. Zwar wirkt Hayden Christensen nicht überragend glaubhaft in der Rolle des tragisch werdenden Helden, dafür überzeugt Christopher Lee als korrumpierter Elder Statesman, der augenscheinlich nur das Beste für alle anderen will, letztlich aber nur eigene Interessen (bzw. die seines Herrn) verfolgt.

Ansonsten wird dem geneigten Zuschauer Lucas’sche Standardkost gereicht: bombastische Effekte, ein großartiger Soundtrack, aber auch eine eher dürftige Handlung, wobei sich diese im Vergleich zum direkten Vorgänger schon stark gebessert hat. Auch da zeigt sich wieder, dass George Lucas grundsätzlich gute Ideen hat, diese aber nur schlecht in seinem Skript umsetzen kann.

Fazit:

“Star Wars Episode II: Angriff der Klonkrieger” ist definitiv einer der stärksten Filme der gesamten Franchise. Durch den Beginn der Klonkriege wird ein erstes Highlight gesetzt, dass der Zuschauer ansonsten nur durch die Erwähnung in “Eine neue Hoffnung” gekannt hat. Zudem verfügen die Figuren zum ersten Mal in der neuen Trilogie über genug Tiefgang, dass ein Hineinversetzen in die Charaktere möglich erscheint. Der Versuch eines “erwachsenen” Star Wars-Teils? Definitiv geglückt.

Bewertung: 9 von 10 Punkten.

Star Wars Episode II: Angriff der Klonkrieger läuft am Sonntag, dem 01. August 2010, um 20.15 auf Pro Sieben.

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