Mikeys Postenbericht: 44. ADAC Zürich 24h-Rennen – Teil 1

Willkommen zum ersten Teil meines Berichts zum 24h-Rennen. Da das Event für uns Sportwarte ALLE Rennveranstaltungen des Wochenendes umfasst, ist mein Bericht hoffentlich etwas umfangreicher als der, den man von den Fahrern und Teams bekommen kann. Genauso hoffe ich, dass euch der Bericht einen gewissen Einblick darüber verschafft, was die Marshals an einem Rennwochenende eigentlich so tun. Auf jeden Fall wünsche ich euch, den Lesern, viel Spaß mit dem Bericht.

 

Das Vorgeplänkel: Einsatzbestätigungen & Co.

Wie jedes Jahr stellte auch dieses Jahr das 24h-Rennen am Nürburgring das absolute Highlight dar. Nicht nur, weil es nach wie vor das wohl größte Langstreckenrennen für Tourenwagen und GTs sein dürfte – in diesem Jahr kommt für mich dazu, dass sich mein Debüt beim 24h-Rennen als Sportwart zum zehnten Mal jährt: Seit 2006 war ich bislang jedes Jahr beim 24h-Rennen dabei, weswegen ich schon beim Antritt meines neuen Jobs im Februar versucht habe, den Urlaub für dieses Rennen auf jeden Fall freizuräumen. Leider hatte sich das mit dem Job schneller erledigt als erwünscht –  dafür konnte ich dann ironischerweise zu 100% sicher gehen, dass ich mein Jubiläum auf jeden Fall an der Strecke verbringen kann.

Pünktlich zu meinem ersten VLN-Einsatz in dieser Saison beim zweiten Lauf des Jahres kam dann auch die Einsatzbestätigung:

Meine Kollegen für meinen Posten standen idealerweise auch schon fest: Ich teile mir meine Schicht mit Anja, mit der ich schon seit vielen Jahren gemeinsam auf Posten stehe, die Alternativschicht erledigen unser VLN- und RCN-Abschnittsleiter Hubert und Thorsten, mit dem ich letztes Jahr schon auf dem Posten 88 (vor der Aremberg-Kurve rechts) gestanden habe. Genau genommen standen wir alle vier schon letztes Jahr gemeinsam auf dem Posten, nur mit einer anderen Schichteinteilung. Letztlich ist es aber auch unerheblich, weil wir uns alle schon seit Jahren kennen und jeder genau weiß, dass er sich auf den anderen verlassen kann.

Trotzdem stellt sich wie jedes Jahr dieselbe Frage: Was muss man alles mitnehmen? Schließlich sind wir ja beim 24h-Rennen relativ abgeschottet von außen, und so viele Chancen, Material nachzuliefern, gibt es leider auch nicht. Zum Glück bedeutet Posten 88 auch, dass Hubert bzw. sein Bruder Manni den größten Teil an notwendigem Material (z.B. Sonnen- und Windschutz) schon seit Jahren in ihrem Fundus haben, weswegen keiner von uns zusätzliche Planen, Gestänge o.ä. mitbringen muss. Das vereinfacht natürlich das Inventar für dieses Rennen:

  • Zelt
  • Wäsche
  • Luftmatratze
  • Bettzeug
  • Hygieneartikel (Zahnbürste etc.)
  • Luftpumpe
  • Bierkrug (für den Feierabend)
  • Elektronikausstattung (Handy, Ladegerät, Powerbank, Kamera usw.)

Früher habe ich es teilweise mit dem Material richtig übertrieben (u.a. mit genug Wäsche, um einen zweiwöchigen Urlaub durchzustehen; inzwischen umfasst meine Reisetasche genau so viele Klamotten, wie es Einsatztage am Ring gibt + 1 Satz Reserve, den ich dieses Mal gut gebrauchen konnte, aber dazu später mehr).

 

24h-Rennen 2016: Der Dienstag davor

Dadurch, dass ich dieses Jahr keinerlei beruflichen Stress hatte, war die Planung und die Vorbereitung des Rennens erstaunlich entspannt. So musste ich auch nicht bis zur letzten Minute alles in großer Hetze zusammenraffen, sondern konnte mein Material in aller Ruhe zusammen stellen. Nur das Packen am Dienstag für das abendliche Treffen und den Aufbau in der Kurve musste ich mit etwas weniger Zeit in Angriff nehmen, da ich am Dienstagvormittag noch zum Probearbeiten in Kerpen geladen war.

Am Ende konnte gegen 16.30 mit einem vollgepackten Auto die Reise zum Ring antreten:

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Um 17.15 Uhr war ich dann oben am A2, wo unsere Dokumentenabnahme ist, dort habe ich mir dann meine Karte und alles Weitere abgeholt und bin dann in Richtung Fahrerlager. Leider hätte ich mich vielleicht etwas besser auf den Weg konzentrieren sollen; so bin ich dann auf der feuchten Treppe der Fußgängerunterführung abgerutscht und die letzten Stufen hinuntergefallen. Zum Glück ist es bei zwei aufgeschrammten und schmerzenden Knien geblieben. Im Fahrerlager habe ich dann die Fahrzeuge meiner Freunde von Hofor-Racing bei der technischen Abnahme gesehen:

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Von der Familie Kroll oder anderen Bekannten, die ich oben im Fahrerlager sonst immer antreffe, war aber kaum jemand zu sehen, weswegen ich meinen Besuch im Fahrerlager kurz gehalten habe; schließlich war um 18 Uhr Treffen an der Quiddelbacher Höhe, um dann über die Strecke die Arembergkurve anzufahren. Kurz nach 18 Uhr war ich dann vor Ort und habe mich mit dem Rest von unserer Truppe getroffen. Nachdem auch diese ihre Unterlagen abgeholt hatten, sind wir dann über die Strecke zum Posten 88 gefahren. Dort haben wir dann erst das große Material abgeladen, bevor sich dann jeder von uns an den Aufbau des eigenen Zelts gemacht hat.

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Gegen 21 Uhr mussten wir dann die Strecke verlassen; Anlass genug, um noch einmal eine Runde über die inzwischen dunkle Nordschleife zu drehen, bis wir zu unserem Ausgang gelangen konnten. Es ist einfach traumhaft zu sehen, wie überall schon die Camper und Zelte aufgestellt sind, der Geruch von Lagerfeuern und Grills ins Auto steigt und man allenorts das Gefühl bekommt, dass sich sehr, sehr viele Menschen auf das Wochenende freuen. Für mich ging es dann jedoch erstmal nachhause, da noch einige Erledigungen anstanden, bevor ich mich voll auf das Rennen konzentrieren konnte.

 

24h-Rennen 2016: Der Mittwoch

Nachdem ich dann doch ermüdeter als gedacht ins Bett gefallen bin, bin ich dann auch mit etwas größerer Verspätung als erwartet am Mittwoch aufgefallen. Der Plan, das Haus vor der endgültigen Abreise noch einmal komplett auf Vordermann zu bringen, war damit schon vor Beginn gescheitert; dennoch blieb genug Zeit, zumindest die wichtigsten Aufgaben zu erledigen und anschließend die restliche Wäsche sowie die Elektronik- und Hygieneartikel einzupacken. Den ursprünglichen Termin um 15.30, um mich mit Anja und ihrem Freund Björn, der dieses Jahr kurzfristig für den P91 eingesprungen ist, musste ich auch aufgrund eines unerwarteten Anrufs etwas verschieben, aber letztlich haben wir es geschafft, uns zusammenzusammeln und den Weg zum Ring anzutreten. In Adenau mussten wir aufgrund des Adenauer Racing Days einen Umweg einlegen, aber am Ende sind wir dann wie geplant erstmal im Fahrerlager angekommen. Dort haben wir es dieses Mal geschafft, die Krolls und einige weitere Freunde aus anderen Teams zu treffen, über das Rennen und einiges andere zu plaudern. Zudem habe ich mit einigen Leuten ausgemacht, sie über wichtige Dinge, die ihre Fahrzeuge betreffen, auf dem Laufenden zu halten. Gegen kurz nach 20 Uhr haben wir uns dann aufgemacht in Richtung Aremberg-Kurve, wo wir dann mit unseren Leuten noch ein Bierchen getrunken und gemeinsam gegessen haben, bevor es dann auch nicht allzu spät ins Bett ging – schließlich hatten Anja und ich am nächsten Tag die erste Schicht…

 

 

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Nach knapp 2 Wochen ohne: Seite wieder da

Es hatte etwas von einem Aprilscherz: Als ich am 1. April meine Seite öffnen wollte, um an einer Rezension weiter zu schreiben, ließ sich die Seite nicht öffnen. Ich war natürlich etwas überrascht, da bis Ende März ein Zugriff auf das Backend ohne jegliche Probleme möglich war, aber plötzlich ging gar nichts mehr, und auch der FTP-Zugriff war nicht mehr möglich. Komischerweise gingen aber alle Zugriffe, die nicht direkt mit der Seite zu tun hatten (das Controlpanel vom Webspace, der Web-Zugriff auf meine Emails, aber nicht der Zugriff über Outlook, usw.). Nach einigem Hin und Her mit dem Hoster hat sich herausgestellt, dass auf dem Server, auf dem meine Seite lag, scheinbar ein Virus sein Unwesen getrieben haben soll.

Nach einem größeren Scan der Daten auf den Systemen, die Zugriff auf den Webspace hatten, kann ich nun aber verkünden, dass die Seite ab heute wieder da ist. Das bedeutet natürlich auch, dass ich endlich die überfälligen Fotos der letzten Wochen und Monate sowie einige in Gedanken vorbereitete Blogbeiträge endlich veröffentlichen kann. Ich hoffe natürlich, dass jetzt vorerst alle Sicherheitsprobleme mit der Seite ausgestanden sind, und das aus dem „wieder da“ ein dieses Mal hoffentlich dauerhafter Zustand werden kann.

Heute gilt es – Wahl in RLP, BaWü und SA!

Wie ihr sicherlich alle mitbekommen haben dürftet, wird heute in gleich 3 Bundesländern ein neues Parlament gewählt. Und auch wenn ich selbst dieses Mal nicht zur Wahl schreiten muss, halte ich es dennoch für wichtig, auch in meiner Leserschaft alle Leute aufzurufen, ihre Bürgerpflicht zu erfüllen und sich am demokratischen Prozess zu beteiligen.

Natürlich werden sich einige fragen: Warum soll ich mir das antun? Was bringt es schon, ob schwarz/rot/grün/gelb/blau/braun/violett oder sonstwer an der Macht ist? Es kommt doch eh immer dasselbe raus? Dabei sollte es eigentlich klar sein, warum man wählen sollte. Nur wer wählt, nimmt tatsächlich an der Demokratie teil und hat aus meiner Sicht das Recht, sich über die Ergebnisse der im Parlament getroffenen Entscheidungen zu beschweren. Anders ausgedrückt: Wer wählt, kann etwas verändern. Wer nicht wählt, wird nichts verändern. Und noch viel schlimmer: In Zeiten, in denen Ressentiments und Xenophobie wieder offen zur Schau gestellt werden, ist jede nicht abgegebene Stimme eine Stimme gegen Weltoffenheit, Toleranz und Freiheit, also genau die Werte, für die Deutschland in den letzten Jahren so geschätzt worden ist und worauf die Einwohner Deutschlands unabhängig von ihrer Ethnie stolz sein durften. Leider ist es heute wieder Gang und Gäbe, mit teilweise irrationaler Angst Ressentiments gegen Gruppen, die sich aufgrund ihrer äußeren Erscheinung, ihres Glaubens, ihrer sexuellen Orientierung usw. vom Rest unterscheiden, zu schüren. Und jede nicht abgegebene Stimme sorgt dafür, dass diese Feinde von Freiheit und Toleranz mehr Gehör bekommen. Zeigt ihnen, dass sie zwar laut sind, aber eben auch nur eine Minderheit und sicherlich NICHT das Volk vertreten!

Und was ihr vielleicht auch bei der Stimmabgabe bedenken solltet: Es ist eine Landtagswahl. Die Entscheidungen, die ihr heute trefft, sind die, mit denen ihr die nächsten 5 Jahre in eurem eigenen Bundesland leben müsst. Natürlich ist die Versuchung groß, die aktuelle Bundespolitik abzuwatschen, wenn ihr mit ihr unzufrieden seid. Aber wenn ihr aus reinem Protest anders wählt, um die Bundespolitiker zu bestrafen, achtet besser darauf, dass ihr euch nicht auf Landesebene zu sehr ins eigene Fleisch schneidet. Oder noch besser: Wählt diejenigen, die das Beste für euch und euer Bundesland wollen – nicht die, die der Bundespolitik einen Denkzettel verpassen wollen. Denn die Letzteren sind auch diejenigen, die sich nicht für euch interessieren, sondern euch und eure Stimme nur als Sprungbrett missbrauchen.

Denkt mal darüber nach und macht heute noch euer Kreuz, wenn ihr nicht schon wählen wart!

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In eigener Sache: Webseite wieder da

Liebe Leser,

ich denke, den meisten von euch wird es nicht aufgefallen sein, aber in den letzten 2 Wochen gab es die eine oder andere Unregelmäßigkeit auf meiner Homepage. Nachdem mir aufgefallen war, dass einerseits keine automatischen Sicherungen mehr getätigt wurden und nach einem Update plötzlich alle installierten und konfigurierten Erweiterungen für WordPress verschwunden waren, habe ich mich mal auf die Spurensuche begeben. Dabei musste ich jedoch feststellen, dass ich als reiner WordPress-Anwender mit dem Problem etwas überfordert war. Also habe ich mich an die Experten von wpde.org gewandt, die mir schnell weiterhelfen konnten. Scheinbar wurden auf Grund einer Sicherheitslücke in meinem alten Design Zugriffe auf sensiblere Teile der Seite ermöglicht, was dann letztlich einige Einstellungen etc. lahmgelegt hatten. Glücklicherweise habe ich noch ein einigermaßen aktuelles Backup gefunden, das ich wieder einspielen konnte, und zusammen mit einem aktuell noch unterstützten Design bin ich zuversichtlich, dass jetzt das Gröbste überstanden ist. Ich werde mich aber noch mal mit den Profis zusammen setzen, um weitere Lücken dieses Mal endgültig zu schließen. Aber danke schon mal an die aktive Community auf wpde.org – wenn ihr Probleme mit eurem WordPress-Blog habt, da sitzen die richtigen Ansprechpartner für euch.

Andererseits ist die Tatsache, dass die Seite wieder läuft, Zeichen für mich, auch inhaltsmäßig wieder etwas draufzupacken. Zum einen fehlt noch der abschließende 3. Teil meines Reiseberichts zum wXw 16 Carat Gold Tournament 2015, dann wollte ich noch einen kleinen Bericht zum 24h-Rennen am Nürburgring reinstellen, dazu dann vielleicht noch den ein oder anderen Kommentar zum aktuellen Geschehen auf der Welt – und ich muss die aktuellsten Bildergallerien noch ordentlich einpflegen.

Ich werde mich jedenfalls in den nächsten Tagen auch wieder vermehrt an die Seite setzen. Ich hoffe, ihr bleibt mir gewogen und lest den neuen Content, sobald er auf der Seite ist. Über die neuesten Updates auf meiner Page informiert ihr euch am besten über Facebook, Twitter (die Links zu den Accounts findet ihr oben rechts), oder ihr abonniert einfach meinen Blog, entweder als RSS-Feed oder per Emailbenachrichtigung – alles ist möglich!

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wXw 16 Carat Gold 2015 und Genickbruch.com-Usertreffen – Ein Erfahrungsbericht (Teil 2)

Day 1 – Samstag, 07.03.2015

Da ich die Woche noch vorrangig damit beschäftigt war, alles andere auf meine Abreise vorzubereiten, konnte ich meine eigenen Angelegenheiten erst am Samstag Vormittag klären. Zum Glück ist der moderne Wrestlingfan bei der Kleidungswahl sehr flexibel. Ein paar Wrestlingshirts, dazu noch Wechselwäsche, und schon ist das Gepäck parat. Noch einige letzte Vorbereitungen, dann konnte ich mich gegen 14.15 Uhr endlich auf den Weg nach Oberhausen machen. Soweit so gut – leider wollte mir der Wochenendverkehr einen kleineren Streich spielen (und das, obwohl ich gehofft hatte, sämtliche bundesligabedingten Staus zu Umgehen), weswegen mich das Navi auf einige Umleitungen geschickt hat. So wurden aus normalerweise 70-75 Minuten Fahrtzeit knappe 100 Minuten. Am Hostel angekommen wurde ich direkt von Pat (Username bei Genickbruch.com: Maidelinho) in Empfang genommen und erstmal durch die komplette Runde geführt. Danach folgte das Einchecken, das Abstellen der Reisetasche – und dann gings erstmal mit einer kleineren Gruppe in den nächstgelegenen Getränkemarkt. Die Jungs hatten natürlich schon ohne mich angefangen und hatten dementsprechend schon ne ordentliche Schlagzahl drauf. Ich bin dann doch bei einem Sixpack Cab, einer Flasche Wasser und einer Flasche Cola geblieben. Mein Grundzustand war dann doch nicht so gut, um deren Pace mitgehen zu können, zudem verträgt sich Cola auch immer gut mit der Flasche Bacardi, die ich noch in der Tasche hatte. Als ich an der Kasse war, liefen mir noch 2 Wrestler, 1 Ringrichter und 1 Helfer der wXw über den Weg, danach gings zurück zum Hostel, wo ich während des Smalltalks u.a. mit Christian R. (Username: ERWINИIWЯƎ) und Sebastian (Username: Mantequilla) schon mal die ersten Bierchen inhalieren konnte. Dann traf auch noch Malte (Username: Johnny Bravo) ein, bevor es dann zur Halle ging. Dort verzögerte sich erst der Einlass am Eingang (was bei der wXw Tradition hat), aber auch der Einlass in die Halle an sich (was selbst bei der wXw unüblich ist) – letztlich stellte sich heraus, dass der Ring, in dem nachher die Matches stattfinden sollten, defekt gewesen ist, so dass die Jungs und Mädels von der Crew in aller Eile noch einen anderen Ring aufbauen mussten. Und dafür war die Wartezeit relativ kurz, Respekt an die Ringcrew. Schnell noch zur Toilette, dann an die Theke, und dann konnte der Spaß schon beginnen.

 

The Worlds Cutest Tag Team (Candice LeRae und Joey Ryan) besiegten Kay Lee Ray und Da Mack (10:13 Minuten)

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The Worlds Cutest Tag Team sind eine Paarung, die ursprünglich in der aus Südkalifornien stammenden Promotion Pro Wrestling Guerrilla (PWG) beheimatet sind und an diesem Wochenende das erste Mal in Deutschland aufgetreten sind. Kay Lee Ray stammt aus Schottland, gilt als ein großes Talent und war schon in der Show „British Bootcamp“ der US-Promotion Impact Wrestling zu sehen. Da Mack ist ein junger deutscher Wrestler, der zusammen mit dem im Turnier antretenden Axel Dieter Jr. das Team Hot & Spicy bildet, die schon Träger des wXw World Tag Team Titles gewesen sind. So gesehen also eine durchaus interessante Paarung und das richtige, um das Publikum anzuheizen. Candice und Joey machen ihre Sache gut (und Candice ist ja soooooo süß), und auch Mack und Kay Lee zeigen, was sie können. Am Ende gewinnen die Gäste und fordern für den nächsten Tag die amtierenden wXw World Tag Team Champions heraus. Dazu gibts dann aber mehr im dritten Teil.

 

16 Carat Gold Tournament, Quarter Final
Tommy End besiegte Andrew Everett (6:59 Minuten)

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Der Holländer Tommy End gehört im Prinzip schon zu den Legenden bei Westside Xtreme Wrestling. Er war schon ein vielversprechendes Talent bei den ersten Shows, die ich gesehen habe, und heute ist er ein erfahrender und gestandener Wrestler, der schon auf 3 Kontinenten angetreten ist, Titel innerhalb und außerhalb der wXw gewinnen konnte und auch schon das 16 Carat Gold gewinnen durfte. Andrew Everett steht im Vergleich zu Tommy noch weiter am Anfang seiner Karriere. Er ist bekannt für seinen spektakulären Highflying-Stil und gilt für viele als eins der kommenden großen Wrestlingtalente. Dies durfte er gegen Tommy aber nur selten zeigen, denn der Holländer dominierte das Match die meiste Zeit über und konnte sich auch recht deutlich durchsetzen.

 

 

16 Carat Gold Tournament, Quarter Final
Axel Dieter Jr. besiegte Marty Scurll (10:25 Minuten)

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Da haben wir schon den angesprochenen Axel Dieter Jr., dessen Vater tatsächlich unter dem Namen Axel Dieter früher gewrestlet hat. Genau wie Axel, wie gesagt Mitglied von Hot & Spicy, ist auch Marty Scurll dem wXw-Publikum eher als Tag Team Wrestler bekannt, so bildete er doch lange mit dem später noch antretenden Zack Sabre Jr. das Team LDRS of the New School. Inzwischen ist Marty alleine unterwegs, hat seinen Charakter komplett neu erfunden und tritt nun als ruchloser „The Villain“ an. Dies musste auch Sebastian erfahren, der sich beim Entrance Martys mit diesem anlegte und dafür einen Tritt kassiert hat. Und das zeigte sich auch in diesem Match, da der früher unterhaltsame und mitunter spektakuläre Marty inzwischen einen viel aggressiveren, aber auch smarteren Stil an den Tag legt. So scheut er sich nicht davon, seinen Gegner zu „verletzen“ oder ihn einfach auszutricksen, wenn der Gegner versucht, sich vor den Angriffen Scurlls zu schützen. Auch Axel sah so aus, als könnte er sich gegen Marty kaum zu Wehr setzen, aber er bewies dann doch mehr Kampfgeist und konnte sich am Ende durchsetzen, sehr zur Freude seiner Fans.

 

 

Michael Dante besiegte Aaron Insane und Mr. Sha Samuels und Robert Dreissker und The Rotation und Timothy Thatcher (4:37 Minuten)

Ein typisches Match im Verlauf eines solchen Turniers. Man hat Leute, die schon ausgeschieden sind, dazu ein paar Stammkräfte, die man noch einsetzen könnte, vielleicht noch 1 oder 2 Rookies dazu, und schon kann man ein kurzweiliges, aber insgesamt recht kurzes Match mit vielen Beteiligten auf die Beine stellen. Am Ende konnte sich mit Michael Dante Tommy Ends Partner in der Sumerian Death Squad durchsetzen.

 

 

wXw Shotgun Title Match
Ilja Dragunov besiegte John Klinger (c) (12 Minuten) – TITELWECHSEL!!!

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Auf dieses Match hatten sich viele gefreut. Ilja Dragunov – vorbildlicher Sowjetrusse, erster Träger des wXw Shotgun Titles, den er nur wegen einer schweren Verletzung abgeben musste, dazu seit seinem wXw-Debüt ungeschlagen – gegen Bad Bones John Klinger – wie Tommy End eine Legende der wXw, ehemaliger Carat-Sieger, ehemaliger wXw World Heavyweight Champion, ehemaliger wXw World Tag Team Champion, amtierender wXw Shotgun Champion und Sieger der International Gutcheck Challenge von Impact Wrestling, was ihn zu einigen Auftritten im US-TV gebracht hat. Und nachdem ein erstes Aufeinandertreffen der Beiden nach einem brutalen Kampf in einem Unentschieden endete, sollte dieses Match nach den „Regeln von Wladiwostok“ stattfinden, sprich: keine Disqualifikationen, keinen Countout, es muss einen Sieger geben. Das Match wurde auch dieses Mal relativ hart geführt, aber trotz aller Bemühungen kam das Feeling einer epischen Schlacht nicht auf, wenngleich das Match gut und intensiv geführt wurde. Am Ende konnte sich der junge Russe durchsetzen und sich seinen Titel zurückholen. Aber auch Respekt an John, der aus dem Jungen wirklich viel rausgeholt hat.

 

Nach diesem Match ging es in eine kleine Pause. Zeit, um etwas Luft zu schnappen, die Getränke nochmal aufzufüllen und ein bisschen zu plaudern, bevor es dann in die zweite Hälfte der Show ging.

16 Carat Gold Tournament, Quarter Final
Absolute Andy besiegte Sasa Keel (13:03 Minuten)

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Andy ist der nächste Wrestler, der effektiv schon „ewig dabei“ ist und auch schon einmal wXw World Heavyweight Champion gewesen ist. Ihm gegenüber stand mit Sasa Keel ein noch eher junger Wrestler, der aber aufgrund seines unglaublichen Charismas schon sehr viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnte. Die beiden zeigen auch ein sehr ansehnliches Match, bei dem sich (vielleicht doch etwas überraschend) Andy am Ende durchsetzen konnte.

 

 

16 Carat Gold Tournament, Quarter Final
Zack Sabre Jr. besiegte Daisuke Harada (13:54 Minuten)

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Ein Match, das auf das ich mich insgeheim sehr gefreut habe. Zack Sabre Jr., dessen internationale Karriere so gesehen bei wXw begonnen hat (und ich war bei seiner ersten Show hier in Deutschland live dabei) gegen Harada, der genau wie Zack bei der japanischen Liga Pro Wrestling NOAH antritt. Und die beiden zeigten genau die Mischung aus technischem Wrestling und dem eher aus dem japanischen kommenden Hard Hitting, dass es mir als Zuschauer sichtlich Spaß gemacht hat. Am Ende setzt sich Zack durch, und ich hoffe insgeheim auf Zack Sabre Jr. vs. Tommy End am dritten Tag. Die Paarung habe ich schon zweimal am dritten Tag des Carats gesehen, und es ist ein Matchup, das auf keinen Fall enttäuschen kann.

 

 

#1-Contender Match (wXw Shotgun Title)
Axel Tischer besiegte Cedric Alexander und Chris Sabin und Uhaa Nation (10:48 Minuten)

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Und wieder müssen ein paar Wrestler eingesetzt werden. Über Axel und Uhaa Nation, dessen Entrancetheme tatsächlich „Dschinghis Khan“ ist (wegen des „Uhh haa!“), habe ich ja schon einige Worte verloren. Chris Sabin ist ein ehemaliger Wrestler von TNA/Impact Wrestling und dadurch einigermaßen bekannt. Cedric Alexander ist im Vergleich noch jünger und unerfahrener als seine Gegner, dürfte aber auch zur nächsten, spätestens zur übernächsten Generation der Topstars gehören. An und für sich ein gutes Match, das aber auch sehr von der Athletik von Alexander und Uhaa profitiert hat. Dass sich Axel am Ende durchsetzt, ist aber nicht so überraschend, da er Iljas Trainer ist und viele Trainer dann doch am Ende wollen, dass ihr Schützling gut da steht, und das klappt am Besten mit einem Sieg über den Trainer (fragt mal Anakin Skywalker und Obi Wan Kenobi!). Schönes Match mit einem zu erwartenden Finish.

 

 

wXw Unified World Wrestling Title Match
Herr Karsten Beck (c) besiegte Big Daddy Walter (18:14 Minuten)

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Dann wurde es Zeit für den Hauptkampf des Abends. Big Daddy Walter, seines Zeichens mehrfacher ehemaliger wXw Champion gegen den Mann, der ihn zuletzt entthront hatte. Dementsprechend verbissen wurde auch das Match geführt. Nur einen schien die harte Tour kaum einzuschüchtern: Unseren Christian Z. (Username: Iceman.at). Dieser blieb seinem Namen entsprechend schön cool, als einen Meter vor seiner Nase ein Karsten Beck durch die Gegend geschleudert wurde und gegen eine Absperrung flog. Leider hat dies Karsten genausowenig beeinflusst, da er letztlich immer noch ein Ass im Ärmel hatte: Kurz vor einem möglichen Sieg Walters wurde Walter von seinem Tag Team Partner Robert Dreissker verraten und hintergangen. Und mit dieser schändlichen Titelverteidigung endete dann Tag 2.

Damit stellte sich für uns dann die nächste Frage: Was machen wir jetzt? Auf die Aftershowparty in der 360 Sports Bar hatte keiner wirklich Lust. Einige wollten ins Steffy’s zur 99 Cent-Party, aber letztlich war dann doch keiner von uns drin. Die einen, weil sie es für eine dumme Idee hielten – die anderen, weil ihnen der Eintritt zu teuer war. Letztlich einigte man sich darauf, erst etwas zu essen (z.B. in einem McDonalds, in dem man nach seiner Bestellung erstmal eine Nummer ziehen muss – zum Glück hatte ich Passierschein A38 schon ausgefüllt). Danach gings zurück ins Hostel. Da ein Hauptteil der Gruppe bereits ins Achterzimmer gestürmt war, mir das da drin aber zu eng geworden wäre, bin ich erstmal auf mein eigenes Zimmer gegangen. Dort habe ich noch ein paar Bierchen getrunken, ein bisschen gezockt und musste mich dann doch meinem Zustand beugen und bin schlafen gegangen. In Anbetracht der unterstellten und tatsächlichen Eskalationen in dieser Nacht war das sicherlich nicht die falsche Entscheidung…

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