Datenschutz für Jedermann: Der größte Irrtum

Datenschutz für Jedermann

Willkommen zu einer neuen Ausgabe von „Datenschutz für Jedermann“. Wie immer werde ich auch in dieser Woche wieder versuchen, die Thematik des Schutzes personenbezogener Daten genauer zu beleuchten und für den Leser verständlich zu machen. Schließlich handelt es sich nach wie vor um ein hochkomplexes Thema, und viele Menschen meinen, dass man die Fragestellungen des Datenschutzes nur den Experten überlassen sollte. Doch weit gefehlt: Datenschutz betrifft uns alle, und jeder von uns sollte wissen, welche Konsequenzen sich aus dem unachtsamen Gebrauch mit den eigenen personenbezogenen Daten ergeben können.

Ein großer Fehler, den viele Menschen machen, ist beim Fehler Datenschutz die falschen Prioritäten zu setzen: Da postet man offenherzig Fotos seiner Kinder, seines Mittagessens oder seine Reisedaten in sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram oder Twitter, mokiert sich andererseits aber über Bundestrojaner oder die Vorratsdatenspeicherung, Andere kümmern sich gar nicht um die Thematik und posten fleißig vor sich hin, ohne sich um die Konsequenzen zu kümmern. Letztlich unterliegen beide Gruppen demselben großen Irrtum:

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Datenschutz für Jedermann: Eine Geschichtsstunde

Datenschutz für Jedermann

Willkommen zu einer neuen Ausgabe von „Datenschutz für Jedermann“. Wie immer werde ich auch in dieser Woche wieder versuchen, die Thematik des Schutzes personenbezogener Daten genauer zu beleuchten und für den Leser verständlich zu machen. Schließlich handelt es sich nach wie vor um ein hochkomplexes Thema, und viele Menschen meinen, dass man die Fragestellungen des Datenschutzes nur den Experten überlassen sollte. Doch weit gefehlt: Datenschutz betrifft uns alle, und jeder von uns sollte wissen, welche Konsequenzen sich aus dem unachtsamen Gebrauch mit den eigenen personenbezogenen Daten ergeben können.

Damit wir jedoch verstehen können, was es mit dem Thema Datenschutz auf sich hat, müssen wir auch verstehen, wie sich dieses Thema im Laufe der Jahre entwickelt hat. Deswegen gibt es heute „Die Geschichte des Datenschutzes“.

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Neue Reihe: Datenschutz für Jedermann

Datenschutz für Jedermann

Warum Datenschutz für Jedermann?

Das Thema Datenschutz an sich bekommt eine immer größere Bedeutung. In der modernen Welt werden wir mit immer mehr modernen Medien konfrontiert. Diese versorgen uns einerseits mit immer mehr Informationen, verlangen aber auch immer mehr Informationen von uns. Und gerade die Informationen, die uns selbst betreffen und die uns identifizieren oder identifizierbar machen, die so genannten personenbezogenen Daten, sind inzwischen zu einer Währung geworden, mit der wir im Internet oder über das Internet Dienstleistungen einkaufen, für die wir sonst bares Geld bezahlen müssten.

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Closing Time…

In den letzten Wochen ist ein Lied immer wieder in meiner Playlist aufgetaucht: Closing Time von Semisonic. Und das hängt nicht nur damit zusammen, dass ich in letzter Zeit wieder mehr Indy-/Alternative Music aus den 1990ern höre, sondern weil dieser Song einen Nerv bei mir trifft. Schließlich befinde ich mich gerade auch in einer Situation, in der es für mich Zeit ist, mit einigen Themen abzuschließen.

Die Lehrjahre sind vorbei…

Der wichtigste Punkt ist: Mit Ablauf des heutigen Tages bin ich nicht mehr bei ParaComp in Rheinbach beschäftigt, und damit geht ein Lebensabschnitt vorüber, der fast 4 Jahre gedauert hat. Und ich habe dem Inhaber Rolf Bock über die letzten Jahre wirklich viel zu verdanken, insbesondere aber, dass er mir zweimal eine Perspektive geboten hat, als ich mit dem Rücken zur Wand stand.

 

Wir schreiben das Jahr 2013

In diesem Jahr endete meine Beurlaubung zur Pflege meines Vaters, und damit auch jeglicher Anspruch aus staatlichen Sozialleistungen, den ich hatte, weil ich zu diesem Zeitpunkt kein ordentlicher Student war (ordentlich im Sinne von „regelmäßig zu Vorlesungen gehen und Prüfungen ablegen“; ich bin zwar bereits seit 2010 scheinfrei, gelte aber dennoch als ordentlicher Student und habe damit nur eingeschränkt Anspruch auf Unterstützung durch den Staat), und damit hatte das Problem, dass ich wieder schauen musste, ob und wie ich an Geld komme. Schließlich hatte ich Rechnungen zu bezahlen, meine Krankenkasse selber zu tragen usw. Aus diesem Grund war mir nach kurzer Zeit klar, dass ich zumindest einen neuen Nebenjob benötigen würde. Diesem habe ich auch relativ schnell finden können, und für die Übergangszeit habe ich mir auch den Studienkredit der KfW holen müssen. Die Tatsache, dass dieser Studentenjob bereits nach 3 Monaten mangels Vertragsverlängerung zu Ende war, hat mich dann doch darüber nachdenken lassen, dass ich vielleicht doch über eine Ausbildung nachdenken sollte. Schließlich war die Situation relativ belastend zu diesem Zeitpunkt:

  • Ich war bereits 30 Jahre alt;
  • Ich hatte keine abgeschlossene Berufsausbildung;
  • Die Chancen, das Studium zeitnah abzuschließen, waren eher gering, trotzdem brauchte ich dringend Geld;
  • Meine Perspektiven waren insgesamt eher überschaubar;
  • Dass ich nicht wusste, wie es mit meinem Vater und mir weitergeht, stellte eine zusätzliche Belastung dar.

Dennoch habe ich mich erst entschieden, es danach noch einmal in einem Teilzeitjob zu versuchen: als Datenerfasser für einen Versicherungskonzern, vermittelt über eine Zeitarbeitsfirma. Nach weniger als einer Woche in dem Job habe ich dann doch feststellen müssen, dass ich mit dieser Aufgabe unglaublich unterfordert gewesen bin. Geld verdienen ist zwar gut, aber auch da war die Arbeit recht überschaubar, und das Projekt hatte einen relativ festen Abschlusstermin. Natürlich hätte ich mich bis dahin durchhangeln können und hätte sicherlich auch eine Chance gehabt, mich danach länger in anderen Projekten zu halten, aber es hätte mich nicht besonders erfüllt. Aus diesem Grund habe ich mich schon nach 2 Tagen in dem Job entschieden, mich auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz zu machen. Durch den Studentenjob, den ich bei einem IT-Unternehmen hatte, habe ich gesehen, dass es nicht nur für Informatiker und Programmierer möglich ist, in der IT zu arbeiten, und schon bevor dem finalen Entschluss habe ich mir die Optionen angeschaut, in denen ich mich im Bereich der IT sehen würde, und da bin ich auf die Ausbildungsberufe Informatikkaufmann bzw. IT-Systemkaufmann gestoßen. Und da ParaComp schon zu diesem Zeitpunkt seit mehreren Jahren mein Ansprechpartner für IT-Lösungen gewesen ist, lag es für mich nahe, mich dort zu bewerben. Glücklicherweise war in diesem Jahr noch ein Ausbildungsplatz frei, so dass ich nach einem Wochenende Bedenkzeit den Vertrag unterschreiben konnte. Damit konnte ich noch im Schuljahr 2013/14 in die Ausbildung starten, welche ich dann im Januar 2016 nach einer Verkürzung erfolgreich abschließen konnte. Leider gab es damals keine Chance, direkt übernommen zu werden, weswegen ich mich nach der Ausbildung in ein anderes Unternehmen verabschieden musste.

 

2016: Die Rückkehr

Doch ich konnte nicht lange in dem neuen Unternehmen bleiben. Wie sich herausgestellt hat, haben die dortigen Erwartungen und meine nicht zusammengepasst, so dass ich schon nach knapp 8 Wochen nicht mehr Teil des Unternehmens gewesen bin. Wirklich traurig war ich darüber nicht, da ich mich dort nicht besonders wohlgefühlt habe, was auch an dem Unterschied zwischen Erwartungen und Realität lag. Jedenfalls dachte ich, dass es nicht so schlimm sein kann, da ich mit meinem Abschluss sicherlich schnell wieder einen Job finden würde. Dachte ich…effektiv bin ich über 6 Monate lang von Pontius zu Pilatus gerannt, um irgendwelche Vorstellungsgespräche zu bekommen, aber die einzigen Zusagen, die ich bekommen habe, waren Kurzzeitprojekte oder irgendwelche fachfremden Vertriebsarbeiten (Callcenter bzw. Hausiererjobs), aber nachdem mich eine frühere Episode in einem Callcenter beinahe in eine Krankenhaus getrieben hat, war ich nicht besonders geneigt, diese Stelle anzunehmen. Zum Glück hat die Agentur für Arbeit in diesem Fall Verständnis gezeigt und mir einige Wahlfreiheiten gelassen. Zudem bekam ich die Chance, einige Weiterbildungen zu absolvieren, die mir auf dem Arbeitsmarkt bessere Möglichkeiten bieten sollten. Dennoch wurde auch meine Zeit langsam knapp: Da mein ALG vorrangig auf meinem Ausbildungsgehalt basiert, war es mir eigentlich kaum möglich, meinen Lebensunterhalt komplett abzudecken. Nicht nur, dass mein Dispo immer wieder am Limit war, auch langfristig war es nicht möglich, irgendwie aus dem ganzen Sumpf der Arbeitslosigkeit rauszukommen. Da habe ich die Info erhalten, dass der letzte festangestellte Mitarbeiter bei ParaComp das Unternehmen verlassen hat, so dass Rolf Bock mir zumindest die Möglichkeit bieten konnte, in Teilzeit und befristet einzusteigen. Mehr war zum damaligen Zeitpunkt nicht abzusehen, aber es hat mir doch lange Zeit helfen können.

 

2017

Lange habe ich versucht, meine Zeit hier noch zu verlängern. Eine Option bestand darin, das Unternehmen zusammen mit einem früheren Mit-Azubi aufzukaufen, doch je länger sich die ganzen Planungen mit den Banken zogen, desto mehr musste ich mich da wieder rausnehmen. Schade drum, aber ich kann es mir leider nicht leisten, wieder ins ALG zu fallen. Glücklicherweise war es wohl einfacher, sich aus einem laufenden Arbeitsverhältnis zu bewerben, und so werde ich ab dem 01.06.2017 als Datenschutzkoordinator bei der Firma 2B Advice GmbH in Bonn anfangen. Und wenngleich ich mich auf die Aufgabe freue, so blicke ich doch wehmütig zurück auf die letztlich über 3 Jahre, die ich in der Summe bei ParaComp angestellt gewesen bin. Und wenngleich ich nicht immer einer Meinung war mit meinem Chef, so muss ich mich jedoch dafür bedanken, dass er mir die Chance gegeben hat, mich einer Herausforderung zu stellen, an ihr zu wachsen und Erfahrungen zu sammeln. Erfahrungen, die ich in meiner weiteren Berufspraxis auf die eine oder andere Art sicherlich wieder einsetzen kann. Und wie schon Semisonic in ihrem oben erwähnten Hit gesungen haben:

„Every new beginning comes from some other beginning’s end.“

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Neue Form zur Äußerung der politischen Meinung entdeckt!

Als sie sahen, wie einfach es geht, kamen sie aus dem Staunen nicht mehr raus!

Alles begann damit, dass die Forschungsgruppe vor knapp 14 Tagen eine gelbe Karte aus dem Briefkasten genommen hat. „Wahlbenachrichtigung“ stand auf der Karte, doch der Begriff war den Forschern bislang nicht geläufig. Infolgedessen mussten sich die Forscher zunächst weitere Hintergrundinformationen holen.

„Eine Wahl“, so die internationale Internetenzyklopädie Wikipedia, „im Sinne der Politikwissenschaft ist ein Verfahren in Staaten, Gebietskörperschaften und Organisationen zur Bestellung einer repräsentativen Person oder mehrerer Personen als entscheidungs- oder herrschaftsausübendes Organ. Aus Wahlen können Abgeordnete (z. B. bei Landtags- und Bundestagswahlen), Kreis-, Stadt-, Gemeinderäte (bei Kommunalwahlen), Präsidenten und Regierungschefs, Vorstände, Aufsichtsräte, Betriebsräte u. ä. hervorgehen. Diese Amts- oder Mandatsinhaber erhalten ihre Legitimation dadurch, dass eine Personengruppe in einem vorher festgelegten Verfahren ihren Willen äußert. Die Summe der Einzelentscheidungen führt zu der im Wahlergebnis abgebildeten Gesamtentscheidung.“

Interessant, dachten sich die Forscher. Damit ist eine Wahl also eine Möglichkeit, seine Meinung zu äußern, und dass an einer Stelle, bei der sie wirklich zählt. Nicht auf Facebook anderen sozialen Medien oder diesen Onlinepetitionen, wo zwar jeder seine Meinung äußern kann, wie er will, aber wo er nichts bewegen kann, weil die Meinung zwar von vielen gelesen werden kann, aber eben keinen sonstigen Wert hat. Bei einer Wahl entscheidet diese Meinung aber mit über den politischen Kurs in der Zukunft. Selbst wenn sich die eigene Meinung nicht durchsetzen kann, weil mehr Leute einer anderen Meinung sind, so zeugt eine große Anzahl Gleichgesinnter jedoch davon, dass die eigene Meinung nicht unerheblich ist, sondern auf lange Sicht vielleicht doch Berücksichtigung finden wird.

Aus diesem Grund haben sich die Forscher noch eingehender mit dem Thema „Wahl“ beschäftigt. Sie haben sich angeschaut, was an diesem Sonntag gewählt werden soll. Sie haben sich angeschaut, welche Personen und Parteien zur Wahl stehen, und welche Meinung die Betreffenden vertreten. Dazu haben sie auf das Internet zurückgegriffen, wo man auf den Social Media-Seiten, aber auch auf den Webseiten der Kandidaten viele Informationen finden kann. Andere haben sich nicht nur auf das Internet verlassen, um sich ein Bild der Kandidaten zu machen. Viele Kandidaten nehmen auch an öffentlichen Veranstaltungen, öffentlichen Sprechstunden oder Podiumsdiskussionen teil, bei denen sich die Forscher ebenfalls detailliert über die Meinung der Personen und Parteien informieren konnten.

Und auch über das Prozedere der Wahl haben sie sich informiert. Sie nehmen am Tag dieser Wahl ihre Wahlbenachrichtigung mit und begeben sich an den Ort, der auf der Benachrichtigung genannt ist; das ist das so genannte „Wahllokal“. In diesem Lokal, in dem es im Normalfall leider nichts zu essen gibt, identizifizieren sie sich bei einigen Freiwilligen, den so genannten „Wahlhelfern“. Diese geben ihnen lange, tabellarische Listen, die auch „Stimmzettel“ genannt werden. Dort befinden sich zwei Listen, die eine ist für die „Erststimme“, mit der sich eine Person wählen lässt. Die andere, die „Zweitstimme“, ermöglicht die Wahl einer Partei. Diejenigen, die auf beiden Seiten jeweils die meisten Stimmen haben, bilden als abgeordnete Volksvertreter (kurz: Abgeordnete) das Parlament, wobei den Parteien grob gesagt so viele Sitze zur Verfügung stehen, wie sie im Relation zu den anderen Parteien erreicht haben. Und es ist Aufgabe der Abgeordneten, die Meinung derjenigen, die sie vertreten, so umzusetzen, dass daraus allgemeingültige Regelungen werden, mit denen die Bevölkerung leben kann.

Unglaublich, wie einfach das eigentlich ist!

 

Nun mal Spaß beiseite!

Ich möchte mich zuallererst für den Clickbait in der Überschrift entschuldigen. Ich habe die Formulierung extra so gewählt, um diesen aufmerksamkeitserheischenden Stil von Seiten wie heftic.co oder ehemals seriösen Medien wie Focus Online zu parodieren.

Ebenso möchte ich mich entschuldigen, dass ich das Wahlprozedere extrem vereinfacht dargestellt habe. Mein Ziel bestand nur darin, aufzuzeigen, dass politischstes Engagement auf der trivialsten Stufe mindestens genauso einfach ist wie diese ganzen Koch- und Backvideos, die es auf Facebook & Co. gibt. Sogar noch einfacher: zwei Kreuze an den richtigen Stellen auf dem Stimmzettel machen sollte schneller und problemloser funktionieren als Zwiebeln hacken und anbraten, mit Sahne und beliebigen Zutaten vermengen, durchziehen lassen und am Ende mit Käse zu überbacken. Tasty!

Der Grund, warum ich das mache, ist einfach: Leute, geht am kommenden Sonntag bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen wählen. Ich bin es teilweise leid, ständig auf Facebook das Gejammer zu lesen, wie schlecht es uns doch allen in Deutschland allgemein und in NRW im Speziellen gehen soll (die Tatsache, dass solche Meinungen von Computern oder Smartphones gepostet werden, die auch heute noch in Teilen der Welt als Luxusgüter gelten, ist extrem ironisch, auch wenn den Heulsusen die Ironie dieser Situation vermutlich gar nicht bewusst ist), wenn es doch wirklich so einfach ist, was an der Situation zu ändern. Es kostet nichts (außer ein paar Minuten eurer Zeit), kann aber auf viele Weisen nützlich sein:

  1. Je mehr Leute wählen, desto schlechter stehen die Chancen für diejenigen, die eine wirklich eklige und menschenverachtende Meinung vertreten, dass deren „Protest“ eine Plattform bekommt und dass wir alle als Steuerzahler für solche Repräsentanten aufkommen müssen.
  2. Je mehr Leute dasselbe wählen, desto schwerer ist es auch für diejenigen mit einer allgemein abweichenden Meinung, dass sie im angemessenen Maße repräsentiert werden. Die Chance, dass eure eigene Meinung die Zukunft gestaltet, wächst mit größerer Wahlbeteiligung Gleichdenkender!
  3. Nur wer wählt, hat meiner Meinung nach wirklich das Recht, sich zu beschweren, wenn etwas falsch läuft. Wer seine Stimme nicht abgibt, dem scheint sein Umfeld egal zu sein, also soll er sich auch nicht beschweren, wenn etwas nicht so läuft, wie er es will. Er hatte ja die Chance, was zu verändern!

Und wer der Ansicht ist, dass es nicht egal ist, und dass sich so oder so nichts ändert: Dann tut was dran! Es steht jedem von euch offen, sich politisch, sozial oder ökologisch zu engagieren. Vieles, was man da machen kann, kostet noch nicht mal besonders viel Geld, und bei vielen Dingen, die man machen kann, kann man sich die Kosten sogar erstatten lassen oder erhält eine Aufwandsentschädigung.

Viele werden sich denken: „Das klingt ja alles toll – leider habe ich dafür keine Zeit.“ Dazu sage ich nur eins: Blödsinn! Das ist dasselbe Denken wie: „Ich würd ja gerne mehr Sport machen, aber leider habe ich dafür keine Zeit.“ Seht es ein: Wenn es euch wirklich wichtig wäre, dann hättet ihr die Zeit, weil ihr sie euch nehmen würdet. Euer innerer Schweinehund hält euch davon ab, das ist alles.

Und wenn sonst nichts hilft: Unterstützt andere! Setzt genau die Zeichen, die ihr setzen wollt und setzen könnt. Redet mit Menschen! Animiert sie, sich zu engagieren! Meckert nicht nur über die Politik, sondern gestaltet sie mit. Aktiv und mit Überzeugung. Nur auf Facebook schreien, das macht die Welt zum Glück nicht besser.

Und bevor ihr fragt: Ja, ich habe bereits gewählt – per Briefwahl. Ich habe keine Lust, meinen Vater sonntags aus seinem Bett zu quälen, um ihn im Rollstuhl zu unserem Wahllokal zu rollen. Die Zeit möchte ich lieber anders mit ihm verbringen. Und so ist die Stimmabgabe auch für ihn einfacher. Wen ich gewählt habe, verrate ich natürlich nicht. Dieser Post soll allgemeingültig sein (wenngleich mit starkem Bezug zur NRW-Wahl), und da gehört es sich einfach nicht, für die eine oder andere Partei positive oder negative Wahlwerbung zu betreiben.

Wenn euch dieser Post gefallen hat, dann tut mir bitte den Gefallen und verbreitet ihn weiter. Zeigt allen Meckerern und Jammerern, dass es in ihrer eigenen Hand liegt, Dinge zu verändern und die Zukunft zu gestalten.

 

Euer Mikey

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